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Open TTD: Ausbau des Münchener Hauptbahnhofes

Stadt: München

Einwohnerzahl: knapp 41.000

Karte: Europa-Karte von CARST mit Modifikationen

Jahr: 2141 - 2143

Geschätzte Kosten: 150 Mio. €

Projekt: Ausnahmsweise soll im Projekte-Bereich auch mal etwas aus Open Transport Tycoon Deluxe veröffentlicht werden. Es handelt sich hierbei um den Ausbau des Münchener Hauptbahnhofes auf einer Mehrspieler-Europa-Karte. Der Ausbau von 4 auf 5 Gleise wurde notwendig, da der Bahnhof sowieso an seine Belastungsgrenze stieß, eine weitere Regionalbahnlinie angeschlossen werden sollte, und eine Regionalexpressroute in der mittelfristigen Planung war.

Zugverkehr am Hauptbahnhof München...

Am Münchener Hauptbahnhof verkehrten vor dem Umbau folgende Züge:

  • Regionalexpress 006 mit sechs Zügen (Frankfurt / Main - Würzburg - Stuttgart - Ulm - München)
  • Regionalexpress 007 mit fünf Zügen (Berlin - Dessau - Erfurt - Coburg - Nürnberg - München)
  • Regionalexpress 009 mit vier Zügen (Prag - Pilsen - Regensburg - München)
  • Regionalexpress 011 mit fünf Zügen (Posen - Görlitz - Dresden - Bayreuth - Nürnberg - München)
  • Intercity Express 100 mit zehn Zügen (Berlin - Nürnberg - München - Mailand - Florenz - Rom - Neapel)
  • sowie mehrere U- und S-Bahnen

Urzustand: viergleisiger Hauptbahnhof München

Neue Linien nach Österreich und Italien...

Nachdem die Gleistrasse von München über Salzburg nach Linz fertiggestellt war, mussten weitere vier österreichische Regionalbahnen den Münchener Hauptbahnhof anfahren, dessen Kapazitätsgrenzen jedoch lange erreicht waren. Hinzu kommt eine mittelfristig geplante Regionalexpressstrecke von München über Innsbruck, Bozen und Vicenza nach Bologna, die weiteren Zugverkehr in München produzieren würde. Ein Ausbau war also zwingend notwendig.

Der Münchener Hauptbahnhof im Stadtraum

Ankauf und Beräumung von Erweiterungsflächen...

Zunächst war es notwendig zusätzliche Flächen für die Bahnhofserweiterung baureif zu machen. Zu diesem Zweck wurden mehrer, direkt an den Bahnhof Grenzende Gebäude gänzlich und eine Straße vorrübergehend beräumt und anschließend die Flächen aufgekauft um eine zwischenzeitliche, erneute Bebauung zu verhindern. Dank einer sehr guten Bewertung des Verkehrsunternehmens durch die Stadt, machte dies vergleichsweise leicht möglich.

Erster Schritt: Aufkauf von zusätzlichen Flächen

Die S-Bahnbrücke muss versetzt werden...

Da für das zusätzliche Gleis am Hauptbahnhof auch ein größeres Gleisvorfeld benötigt wurde, musste die Brücke der S-Bahn zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Perlach versetzt werden. Diese Maßnahme konnte glücklicherweise bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Es kam lediglich zu geringfügigen Verspätungen im Betrieb.
Parallel zur Verlegung der S-Bahn-Brücke wurden die Bauarbeiten am eigentlichen Bahnhofsgebäude durchgeführt. Zunächst wurde das neue Gleis errichtet und ein Tunnel zum nördlichen Gleisvorfeld gebohrt. Die Bauarbeiten gingen vergleichsweise schnell von der Hand, bis zur Eröffnung des fünften Gleises waren jedoch noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen...

Zweiter Schritt: Verlegung der S-Bahn-Trasse

Die U-Bahn bereitet größere Sorgen...

Problematischer stellte sich die U-Bahn-Trasse dar. Die Brücke südwestlich der Station Hauptbahnhof musste definitiv verschwinden, so viel war sicher, damit das neue Gleis an das vergrößerte Gleisvorfeld angeschlossen werden konnte. Hierzu musste die U-Bahn komplett stillgelegt werden, die Züge verblieben derweil im Depot.
Nun wurde ein Tunnel unter dem Gleisvorfeld verlegt und die U-Bahn-Station Hauptbahnhof sollte vom Norden in den Süden des Hauptbahnhofes verlegt werden. Etwas versetzt zur früheren Haltestelle Hauptbahnhof wurde die neue Station Karl-Preis-Platz errichtet, wofür das Verkehrsunternehmen der Stadt eine neue Brücke über die Trasse finanzierte. Doch es gab noch weitere Probleme.

Dritter Schritt: Stillegung und Umbau der U-Bahn

S-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof...

Nach dem 1. Bauabschnitt an der U-Bahn sollten nun auch noch die S-Bahn-Gleise am Hauptbahnhof umgestaltet werden. Dies geschah weniger aus Betrieblichen Grünen, als vielmehr aufgrund gestalterischer Aspekte. Den neuen Hauptbahnhof ziert dementsprechend ein zweigleisiger S-Bahnsteig mit Überdachung (siehe Endzustand im nächsten Bild), der für die momentane Frequentierung noch überdimensioniert erscheint.

Vierter Schritt: Umbau der S-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof

Die U-Bahn bereitet größere Sorgen II...

Mit den oben beschriebenen Problemen beim notwendigen Umbau der U-Bahntrasse war jedoch noch nicht genug. Die Verlegung des Gleises von einer Brücke über dem Gleisvorfeld in einen Tunnel unter diesem hindurch entstanden südlich des Hauptbahnhofes Probleme mit der Topographie. Das Depot, in dem die Züge der U-Bahn während der Betriebspause abgestellt waren, musse beräumt werden, um Maßnahmen im Bodenbereich durchzuführen. Zu diesem Zweck mussten nun alle Züge nach und nach in das Zugdepot München Nord überführt werden. Ein langwieriger Prozess...

Fünfter Schritt: Überführung der U-Bahn-Züge ins Depot München Nord

Wiedereröffnung der U-Bahn...

Nach der Überführung der U-Bahnen in den Münchener Norden, wurde im letzten Bauabschnitt die U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof verlegt und neu errichtet und damit das U-Bahn-Netz wieder geschlossen. Die Wiedereröffnung der stark frequentierten Linie folgte auf dem Fuße.

Sechster Schritt: Umbau der U-Bahn-Station München Hauptbahnhof

Abschluss des Projektes...

Nachdem der U-Bahn-Betrieb wieder aufgenommen war, galt es nunmehr lediglich das fünfte Gleis an die Gleisvorfelder im Norden und Süden anzuschließen. Da hierfür bereits Flächen gesichert worden waren, gab es keine nennenswerten Probleme, außer einer Straßenbrücke am nördlichen Gleisvorfeld, die durch die Verkehrsgesellschaft geringfügig versetzt werden musste. Endlich war der Umbau, der insgesamt gut zwei (Spiel-)Jahre benötigt hatte, abgeschlossen und die Kapazität des Hauptbahnhofes erhöht. Die Regionalbahnstrecke über Salzburg nach Linz wurde kurze Zeit später eröffnet, währen die Trasse nach Bologna bis ins Jahr 2165 noch keine Vollendung fand.

Fertiger Ausbauzustand des fünfgleisigen Hauptbahnhofes

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von Jens Bossen

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