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Die Regio-S-Bahn Bremen
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Einleitung Die, in der Region Bremen, geplante Regio-S-Bahn soll zunächst auf vier Linien auf den bestehenden Gleisen der DB verkehren und ein Schienennetz mit einer Gesamtlänge von über 250 Km² umfassen. Der Betriebsstart ist derzeit für 2010 / 2011 geplant, wird sich jedoch nach Meinung verschiedener Experten noch weiter hinauszögern. Den zentralen Knotenpunkt wird der Hauptbahnhof Bremen darstellen, wo auch ein Umstieg auf Straßenbahnen und Bussen des VBN, sowie auf Züge des Fernverkehrs möglich ist. Entscheidend zur Neuplanung eines schienenbezogenen Verkehrsmittels ist das zugrunde liegende Streckennetz. (Verschiedenen Netzstrukturen zeigt die nebenstehende Grafik, vertiefende Erläuterungen finden sich im aktuellen Projekt Ein feiner Zug für die Region Lübeck). In Bremen wird es ein radiales Netz geben, das auf das Oberzentrum zugeschnitten sein wird. |
Unterschiedliche Netzstrukturen im städtischen Nahverkehr |
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Zusammenhänge von Siedlungsstruktur und Verkehr Der steigende Mobilisierungsgrad führt insgesamt zu einer schnelleren Raumüberwindung. Durch technischen Fortschritt werden in derselben Zeit immer weitere Strecken zurückgelegt, wodurch sich disperse Siedlungsstrukturen ergeben haben in denen die „Kreuz-und-Quer-Verkehre“ anwachsen und sich somit neue Verflechtungsmuster in den Pendelbeziehungen ergeben haben. „Verkehr ermöglicht Raumnutzung und Raumnutzung produziert Verkehr“, weshalb immer mehr Siedlungsfläche fernab von Nahverkehrsanschlüssen entstehen kann ohne, dass die Menschen, die sich dort ansiedeln, Einbußen in ihrer Mobilität hinnehmen müssten. |
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Aktuelle Trends der Siedlungsentwicklung Die Siedlungsentwicklung der 1960er und 1970er Jahre war durch ein dynamisches Bevölkerungswachstum gerade in engeren suburbanen Räumen geprägt. Dagegen konnte in seit den 1980er Jahren ein ubiquitäres, räumlich weit ausgreifendes Wachstumsmuster der Agglomeration beobachtet werden, woraus die heutigen „Zwischenstädte“ in den Ballungsräumen der Großstädte entstanden sind. Zwischen
West- und Ostdeutschland bestimmen konträre Entwicklungen das Bild: während die Bevölkerung Ostdeutschlands schrumpft, nimmt diese im Westen zu. Dies rührt vor allem aus der Wanderung zwischen beiden Teilen her. Auf die Dauer sind diese Prozesse jedoch auf deutlich kleineren teilräumlichen Ebenen zu erwarten, während der generelle Prozess der Dezentralisation von Wohnbaunutzung anzuhalten scheint, wenn auch in geringerer Intensität. |
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Mobilität in der Region Bremen Der Modal Split verzeichnet bereits jetzt einen vergleichsweise hohen Anteil des „Umweltverbundes“ (zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zurückgelegte Wege) am Verkehrsaufkommen. Dies liegt jedoch am hohen Anteil des Fußgänger- und Radfahrerverkehrs innerhalb der Stadt Bremen, während der ÖPNV Anteil sowohl in der Kernstadt, als auch insbesondere in der Region unterdurchschnittlich genutzt wird. So werden 86% der Bremen-Umland-Verkehre per MIV zurückgelegt, in der Kernstadt selbst sind es lediglich 40%. Dennoch ist Bremen eine europäische Modellstadt für umweltverträgliche Mobilität. |
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Untersuchungsgegenstand Mittelzentrum Achim Die Gemeinde Achim grenzt in süd-östlicher Richtung direkt an das Bundesland Bremen. Es liegt somit im direkten „Speckgürtel“ der Freien Hansestadt Bremen, woraus sich gegenseitige Abhängigkeiten entstehen. Diese zeigen sich vor allem durch
Kaufkraftabflüsse in das Oberzentrum und intensive Pendelverflechtungen zwischen der Gemeinde Achim und der Kernstadt Bremens. Einigen Einpendlern aus Bremen nach Achim steht eine große Zahl an Auspendlern gegenüber. |
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Chancen und Potenziale der Stadt Achim In Folge der Attraktivitätssteigerung des Schienenverkehrs wäre für die Umlandkommunen nun entscheidend entstehende Potenziale zu nutzen und somit einen Gewinn für die städtebauliche Entwicklung zu erwirken. Diese Potenziale werden in der Region Bremen jedoch nur in wenigen Fällen ausgeschöpft. An einigen Schienenachsen gab es im Zuge des RASCH-Programmes bereits verschiedene Konzepte zur städtebaulichen Verdichtung in Bahnhofsnähe. Hierzu gilt es vorhandene Flächenpotenziale in der Bahnhofsumgebung zu arrondieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen um die Nutzung des schienengebundenen ÖPNVs zu forcieren. In Achim sind solche Planungen nicht zu erwarten, da die Stadt bereits als eng bebaut gilt und von Seiten der Verwaltung keinerlei Zusammenhang zwischen städtebaulicher Entwicklung und dem S-Bahn-Anschluss gesehen wird. |
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Sinn und Unsinn regionaler S-Bahn-Systeme Siedlungsentwicklung entlang der Schiene wird (auch in Hinblick auf den demographischen Wandel) immer bedeutender. Eine Regio-S-Bahn kann die Attraktivität dieser Siedlungsentwicklung noch verstärken. In diesem Zusammenhang bieten sich vor allem für bandartig an der Schiene ausgerichtete Städte Potenziale und Chancen für eine nachhaltige Entwicklung. |
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Abbildungsnachweis:
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von Jens Bossen |