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Projektsteuerung und -finanzierung im Sanierungsverfahren

Am Beispiel des Kultur- und Bürgerhauses Marne - Exposé
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Einleitung:

Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen werden verschiedenste Projekte bzw. Maßnahmen nach differenzierten Mustern entwickelt, gesteuert und mit Hilfe von öffentlichen Fördermitteln umgesetzt. Die Projektsteuerung und -finanzierung folgt dabei einem eng abgegrenzten Rahmen, der von den Fördergebern (bei Sanierungsmaßnahmen sind dies Bund und Länder) festgelegt wird.
Eine Art möglicher Maßnahmen sieht die Einrichtung bzw. den Bau von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen vor. Ein solches Projekt wurde in den Jahren 2007 bis 2009 im Grundzentrum Marne (Kreis Dithmarschen, süd-westliches Schleswig-Holstein) umgesetzt. Es handelt sich hierbei um das so genanntes Kultur- und Bürgerhaus, das neben den Fördermitteln des Städtebauförderungsprogramms auch mit Hilfe von europäischen Fördermitteln (LEADER+) umgesetzt wurde und daher ein interessantes Untersuchungsobjekt darstellt.

Frontansicht des Kultur- und Bürgerhauses

Problemkontext:

Das kleine Grundzentrum Marne mit knapp 6.000 Einwohnern liegt unweit der Nordsee, nördlich der Elbmündung und gehört zum Kreis Dithmarschen. Als Grundzentrum übernimmt Marne einen Teil der Versorgung seiner Umlandgemeinden. Aufgrund von Abw%ärtstrends, die bereits seit einigen Jahren in der Marner Innenstadt feststellbar sind, entschloss sich die Gemeinde im Jahr 2004 den größten Teil der Innenstadt per Satzungsbeschluss als Sanierungsgebiet festzulegen und somit vom besonderen Städtebaurecht Gebrauch zu machen. Zur Abwicklung des komplizierten Verfahrens, das die Kapazitäten der Amtsverwaltung gesprengt hätte, wurde ein treuhänderischer Sanierungsträger (BIG Städtebau) eingesetzt, der die Stadt bei der Gesamtmaßnahme (nicht nur) beratend unterstützt.
Als eine Teilmaßnahme wurde ab dem Jahr 2007 das Kultur- und Bürgerhaus errichtet um durch diese attraktive Nutzung das städtische Leben in Marne sinnvoll zu ergänzen. Dabei wurde nicht zuletzt auch auf Belange von Touristen in der Region abgezielt, da ein derartiges kulturelles Angebot der Region bisher weitestgehend abkam. Zur Umsetzung des Vorhabens wurde eine Finanzierungskonstruktion aus Städtebaufördermitteln und europäischen Regionalisierungsmitteln (LEADER+, siehe oben) gewählt, um die Belastung des städtischen Haushalts möglichst gering zu halten.

Bauschild am Kultur- und Bürgerhaus im Juli 2008

Hinweisschild zur LEADER+ Förderung

Fragestellung:

Die Fragestellung soll den oben erörterten Problemkontext aufgreifen und eine detaillierte Untersuchung der Projektentwicklung in Sanierungsverfahren ermöglichen. Da jedoch keine ganzheitliche Untersuchung von Sanierungsverfahren und –prozessen vorgenommen werden soll und kann, ist die Fragestellung in Hinblick auf das konkrete Untersuchungsobjekt zu spezialisieren.
Ziel soll dabei sein, die Finanzierung einer solchen Maßnahme und die Steuerung der verschiedenen Prozesse und Akteure zu untersuchen, voneinander abzugrenzen und übersichtlich darzustellen. Die Sichtweise wird sich in erster Linie dem Projektentwickler (also im vorliegenden Fall dem treuhänderischen Sanierungsträger) andienen, da hier alle Fäden des Projektes zusammenlaufen und die Gesamtschau der Prozesse so am anschaulichsten darzustellen ist.
Die Fragestellung für das oben vorgestellte Prüfungsthema soll also wie folgt formuliert werden: Mit welchen Methoden und Instrumenten erfolgte die sanierungsrechtliche Projektsteuerung, insbesondere in finanzieller Hinsicht, bei der Planung und Errichtung des Kultur- und Bürgerhauses in Marne und welche Anforderungen durch die Fördergeber waren dabei zu berücksichtigen?
Dabei sollen neben den finanziellen Aspekten auch die Bereiche der konkreten Projektsteuerung sowie die rechtlichen Anforderungen, die sich aus der zweigleisigen Förderung ergeben, verstärkt berücksichtigt werden.

Fassadendetail: Kohlblattformen als Wahrzeichen der Region

Blick in einen der modern gestalteten Flur des Kultur- und Bürgerhauses

Wie es weiter geht bzw. ging:

Das Kultur- und Bürgerhaus wurde im Frühjahr 2009 inzwischen feierlich eröffnet und dient der Stadt und seinen kulturbegeisterten Bewohnern und Besuchern seitdem als neue Anlaufstelle. Die vorgestellte Untersuchung zur Projektsteuerung und dem Kostenmanagement im Rahmen dieser Maßnahme befindet sich derzeit noch in Bearbeitung. Nach Abschluss werden die wichtigsten Ergebnisse natürlich auf den Stadtwelten veröffentlicht.

Abbildungsnachweis:

  1. Eigenes Foto: Marne 03/2009
  2. Eigenes Foto: Marne 07/2008
  3. Eigenes Foto: Marne 03/2009
  4. Eigenes Foto: Marne 03/2009
  5. Eigenes Foto: Marne 03/2009

von Jens Bossen

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