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Nah an den neuen Bundesländern?
Transformationsprozesse, Abwärtstrends und Gegensteuerungmaßnahmen in einer
westdeutschen Großwohnsiedlung am Beispiel Lübeck Buntekuh
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Inhaltliche Einführung: Die Großwohnsiedlung (GWS) Lübeck-Buntekuh ist nah an den neuen Bundesländern. Dies gilt nicht nur räumlich, sondern auch für Programme und Maßnahmen innerhalb der Siedlung. So ist Buntekuh Gegenstand von gleich zwei Städtebauförderungsprogrammen: die Siedlung ist Modellgebiet im Programm Stadtumbau West und wird vom Programm Soziale Stadt gefördert. Gleichzeitig wurde, analog zu Großwohnsiedlungen in den neuen Bundesländern, bereits die Option Rückbau von Wohngebäuden gewählt. Es lässt sich daher vermuten, dass sich in der Siedlung Problemfelder zeigen, die diesen recht ähnlich sind. |
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Fragestellung: Die Fragestellung der hier vorgestellten Untersuchung lautet wie folgt: Welche für ost- und welche für westdeutsche Großwohnsiedlungen typischen Problemfelder lassen sich in der Siedlung Lübeck Buntekuh aus raumplanerischer Sicht feststellen und in welcher Art und Weise wird darauf von wem, wie erfolgreich reagiert?
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Buntekuh, die Großwohnsiedlung: Die Großwohnsiedlung soll nun zunächst einmal auf die üblichen Kriterien, anhand derer man den genannten Siedlungstyp abzugrenzen pflegt, überprüft und tabellarisch dargestellt werden.
Wie sich gezeigt hat, erfüllt die GWS Buntekuh sechs von sieben Kriterien für typische Großwohnsiedlungen. Am wichtigsten erscheint dabei die Zahl von 5200 Wohneinheiten, die deutlich höher als der anerkannte Wert von 1000 liegt. Lediglich der Anteil der Sozialwohnungen ist geringer als üblich. Von Buntekuh als GWS zu sprechen, erscheint also abschließend durchaus berechtigt. Nach dieser Vorstellung der Siedlung wird sich dieser Beitrag, analog zur schriftlichen Arbeit, im Folgenden auf ein Analysegebiet vertiefen. |
Eine für Buntekuh charakteristische Wohnbauzeile |
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Buntekuh von Gestern bis Heute: Die heutige GWS geht auf die 1960er Jahre zurück und wurde nach den Idealen der gegliederten, aufgelockerten Stadt "aus einem Guss" geplant. Als moderne Gartenstadt sollte sie von Licht, Luft und Sonne durchflutet werden, was noch heute an den weiträumigen Grünflächen erkennbar ist. Trotz der bestehenden Siedlungsansätze wurde die GWS weitestgehend auf der "grünen Wiese" errichtet. Der zugehörige Bebauungsplan wurde erst nach Errichtung 1969 beschlossen und ist in weiten Teilen noch heute gültig. |
Konzeptmodell der Großwohn-siedlung Buntekuh aus den 1960er Jahren |
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Abgrenzung eines Analysequartiers: Bei dieser Aufteilung lassen sich dann zwei Quartierstypen grundsätzlich unterscheiden:
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Wissenswertes zum Quartier "Korvettenstraße 2": Das Quartier „Korvettenstraße 2“ liegt zentral innerhalb Buntekuhs. Wichtigste Straßenverkehrsverbindung ist die namensgebende Korvettenstraße, die das Quartier in eine nordöstliche und eine südwestliche Hälfte teilt. Mit der Karavellenstraße und dem Koggenweg finden sich noch zwei weitere Straßen, die allerdings lediglich eine Erschließungsfunktion aufweisen. |
Briefkästen am Pinassenhochhaus |
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Typische Problemfelder in Großwohnsiedlungen: Sowohl die Transformations- und Abwärtsprozesse in west- als auch ostdeutschen GWS führen innerhalb der Siedlungen zu Negativeffekten. Fasst man diese zu Problemfeldern zusammen, ergibt sich dabei folgende Zusammenschau:
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Analyse großwohnsiedlungstypischer Problemfelder in Buntekuh: Eine zusammenfassende Betrachtung der Problemfelder ergibt ein höchst differenziertes Bild von der Siedlung. In einigen Themenfeldern zeigen sich für GWS typische Problemfelder auch für Buntekuh. Dies gilt besonders für:
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Abweisender Eingangsbereich |
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Zentrale Maßnahmen in Buntekuh als Strategie der Gegensteuerung: Mit der Anmeldung des Stadtteils Buntekuh für die Förderprogramme Stadtumbau West und Soziale Stadt haben die Verantwortlichen Akteure Problemsituationen in der Siedlung erkannt und wollen sich diesen stellen. Als zentrale Maßnahmen wurden bisher verwirklicht bzw. sind geplant:
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Abbildungsnachweis:
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von Jens Bossen |