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Fragestellungsansätze in der Verkehrsplanung Die Aufgabenstellungen in der Verkehrsplanung haben sich im Laufe der Zeit (zumindest in Deutschland) mehr und mehr von der klassischen Planung von Infrastruktur hin zu anderen Instrumenten weiterentwickelt bzw. ergänzt. Als Lösungswege für verkehrliche Problemstellungen werden heute insbesondere auch betriebliche Aspekte (z.B. bei einem Busnetz Liniennetz, Fahrplan, Takt, Fahrzeugeinsatz) oder „weiche“ Maßnahmen (Service, Marketing etc.) diskutiert. Wird stärker die politische Gestaltungsmöglichkeit in den Fokus der Betrachtungen gelegt, sind zudem auch fiskalische Instrumente (Preisgestaltung im ÖPNV, Zwangsgelder im MIV) als verkehrsplanerische Maßnahme zu berücksichtigen. |
Verschiedene Liniennetzkonzepte |
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Räumliche Aspekte In Lübeck sind für eine Stadtbahn prinzipiell noch keine Planungen vorhanden, weswegen die Verfassergruppe mit dieser Arbeit eine konzeptionelle Anregung für ein Streckennetz geben möchte, die bei sich einstellenden Finanzierungsmöglichkeiten auch umsetzbar sein soll. Es wird dabei allerdings nicht möglich sein, alle Facetten eines möglichen zukünftigen Stadtbahnbetriebs abzubilden. Vordergründige Zielstellung der Arbeit wird vielmehr sein, die räumlichen Aspekte eines Stadtbahnsystems in der Region Lübeck zu analysieren, diskutieren und konzipieren. Zu den räumlichen Aspekten eines Stadtbahnsystems zählen insbesondere...
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Untergeordnete Aspekte Weitere notwendige Fragestellungen haben sich diesem Grundziel unterzuordnen. Aufbauend auf den genannten räumlichen Aspekten schließen sich an die eigentliche Infrastrukturplanung typischerweise weitere verkehrsplanerische Fragestellungen an. Zu nennen sind hier insbesondere die Finanzierung (Infrastrukturbau und –erhalt sowie Betrieb), planungsrechtliche Verfahren (Planfeststellung) sowie betriebliche Fragen (insbesondere Fahrplan und Fahrzeugeinsatz). Hinzu kommen die oben genannten „weichen“ Instrumente. Diese Fragestellungen können und sollen in dieser Arbeit nicht abschließend abgehandelt werden (sie bauen vielmehr auf dem ersten Schritt auf). Berücksichtigt werden sie dennoch, sobald und soweit Auswirkungen auf räumliche Aspekte entstehen, wie exemplarisch verdeutlicht wird:
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Rolle der Projektgruppe Die Verfasser verstehen sich in dieser Arbeit nicht in der Rolle eines bestimmten Akteurs (daher stehen auch Verfahrensfragen nicht im Vordergrund), sondern als Anwalt einer gemeinwohlorientierten Verkehrsplanung, die aufzeigen soll, welche Verbesserungen im ÖPNV (zugegeben unter hohem Finanzmitteleinsatz) möglich wären. Die eingenommene Rolle befindet sich daher zwischen den beteiligten kommunalen Gebietskörperschaften (Gemeinden und Kreise) sowie den beteiligten Verkehrsunternehmen. Explizit nicht eingenommen wird allerdings die Rolle des Landes (Förderer), der Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft. |