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Spreeometrien

Landschaftsplanerischer Entwurf

Morphologie

Die Morphologie zeigt die kartographische Untersuchung des Quartiers nach verschiedenen Nutzungen. Das vorliegende Gebiet im Hamburger Stadtteil Veddel ist durch den Spreehafen geprägt, der in seiner eigentümlichen Form klare geometrische Formen für den Untersuchungsraum vorgibt. Das Wege- und Straßennetz ist besonders für Fußgänger und Radfahrer unkomfortabel, da viele Umwege in Kauf genommen werden und nur selten Direktverbindungen vorliegen. Zudem ist die Grenze zum Freihafen bedeutend für das Gebiet, da sie klare Grenzen definiert, die es zu durchbrechen gilt. So zeigen die unteren Bilder eine schematische Darstellung wie dies durch die Bildung zweier Achsen, die sich aus der vorhandenen Geometrie ergeben, geschafft werden kann.

Szenarioplan

Der übersichtsplan (Original im Maßstab 1:2000) stellt das bearbeitete Quartier deutlich heraus. Insgesamt wurden die Bereiche des Hochwasserschutzes, die Spreehafeninsel, der Verkehrsführung an der Harburger Chaussee, Teile des Reiherstiegviertels, des Kaiser-Wilhelm-Kanal und weitere, zentral gelegener Sport- und Freiflächen in die Überlegungen einbezogen und zu einem großen Teil umgestaltet. Die einzelnen Teilbereiche werden im Rahmen der Schnitte und des Liberoplanes weiter unten noch genauer dargestellt.

Detailkonzept

Im Wesentlichen sind im Vertiefungsgebiet des Entwurfes vier wesentliche Neuplanungen durchgeführt worden, die dem Quartier einen neuen, städtisch-urbanen Charakter geben sollen:

  • Stadtplatz am Schnittpunkt der Achsen
  • Die Spreehafeninsel
  • Quartier am Kaiser-Wilhelm-Kanal
  • Hausboote im Spreehafen

Schnitt- und Referenzplan I

Stadtplatz am Schnittpunkt der Achsen:
Aus den geschaffenen Achsen ergibt sich an deren Schneidepunkt ein rautenförmiges Gebilde, das zu einem Stadtplatz mit prägendem Charakter entwickelt wird. Die fortgeführten Achsen bilden Rautenförmige Räume, die mit Bäumen bepflanzt werden sollen und natürliche Sitzmöglichkeiten durch Geländeversprünge bieten. Zudem wird ein deutlicher Bezug zum Wasser hergestellt.

Schnitt- und Referenzplan II

Die Insel:
Auf der Insel im Spreehafen werden die bestehenden Strukturen zum Teil übernommen und durch neue Bebauung ergänzt. Prägend für das hier geschaffene Wissensquartier (mit Technologiepark und universitären Nutzungen) wird eine zwanziggeschossige Dominante an der Südostspitze der Insel.

Liberoplan

In den Detailplänen nicht extra gezeigt werden die Maßnahmen Hausboote im Spreehafen und das Quartier am Kaiser-Wilhelm-Kanal. Im Ersten Fall sind entlang der Fußgängerbrücken über den Spreehafen südlich der Spreehafeninsel Hausbootliegeplätze geschaffen worden, die alternativen und attraktiven, wasserbezogenen Wohnraum bieten sollen. Das Quartier am Kaiser-Wilhelm-Kanal bietet ebenfalls wasserbezogene Wohnnutzung in urbaner Form.

Abbildungsnachweis:

  1. Eigene Darstellung: Morphologischer Atlas
  2. Eigene Darstellung: Szenarioplan
  3. Eigene Darstellung: Vertiefungsschwerpunkt
  4. Eigene Darstellung: Schnitte und Referenzen Teil 1
  5. Eigene Darstellung: Schnitte und Referenzen Teil 2
  6. Eigene Darstellung: Liberoplan


von Jens Bossen
Andrea Ohde
Kirsten Seidel

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