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Stadtportrait Santiago de Chile (Chile)
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Einwohnerzahl: ca. 5.4 Mio Fläche: 641 km² Einwohnerdichte: 8.424 EW ⁄ km² Verwaltung: 37 Comunas (Stadtbezirke) Lage: Die Stadt ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes, im nördlichen Drittel des Landes und zentral zwischen den Anden im Osten und dem Pazifik im Westen gelegen. Santiago liegt dabei in einem Talkessel am Fluss Rio Mapocho und ist im Norden und Süden durch das Aconcagua-Tal, bzw. das Rancagua-Becken begrenzt. |
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Politik: Santiago ist die Hauptstadt und Sitz der Regierung der Präsidialrepublik Chile. Regierender Bürgermeister ist Raul Alcaino Lihn (Alianza por Chile). Die nächsten Wahlen in Santiago werden voraussichtlich im Jahr 2012 stattfinden. Verkehrssystem: Santiago ist der zentrale Verkehrsknoten in Chile. Alle Fluglinien, Bahntrassen und Busverbindungen laufen über die chilenische Hauptstadt. 1975 wurde in der Stadt die zweitälteste Metro in Südamerika gegründet, die heute über fünf Linien, 85 Stationen und ein Streckennetz von ca. 83 km verfügt. Viele Stationen der Metro sind architektonische Highlights. Sie verkehrt auf folgenden Linien:
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Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Teatro Municipal, Museo de Bellas Artes, Metro de Santiago, La Moneda, Cerro Santa Lucia, Parque Metropolitano Abriss der Stadtgeschichte: Santiago del nuevo extremo, wie die Stadt ursprünglich hieß, wurde am 12. Februar 1541 gegründet. Um die, von Beginn an schachbrettartig kontruierte, Stadt gab es in der Folge viele Kämpfe mit Indianern und große Verwüstungen durch mehrere Erdbeben zwischen 1647 und 1783. 1817 wurde die Unabhängigkeit Chiles in Stgo. verkündet. In den 1930er Jahren wandelte sich die Stadt zusehends zu einer Industriemetropole des Kontinents, bis 1973 ein Armeeputsch das Land in eine Diktatur stürzte. Seit 1983 laufende Tendenzen der Liberalisierung haben sowohl Chile, als auch Santiago., zu einer aufstrebenden, friedlichen und modernen Metropole in Südamerika werden lassen. |
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Der Ortsteil Los Andes entwickelt sich zunehmend zum geschäftlichen Zentrum der Stadt und somit des Landes. Die rasante Entwicklung des letzten zehn Jahre hat in dem Stadtteil zu zahlreichen modernen Bürotürmen geführt. Gebäude, wie die hier zu sehenden, sind zahlreich vorhanden in Los Andes, das noch bis Anfang der 1990er Jahre nur aus kleinen Botschaften und Villen bestand. Diese wurden verdrängt und haben sich heute zu Füßen der Anden formiert. |
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Der hochmoderne Stadtteil Los Andes wird von den Chilenen gerne in Anlehnung an "Manhatten" mit "Santhatten" betitelt. Anhand der erheblich höheren Geschossflächenzahl und der Gebäudehöhen, die beide selbst die Innenstadt von Santiago um Längen übertreffen, ist der Name nicht ganz unverdient. Die meisten der Gebäude sind von mehreren Unternehmen genutzt und nur die wenigsten sind im Besitz eines einzigen Betriebes. |
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Vom "Cerro Sta. Lucia" aus zeigt dieser Blick über Teile der Innenstadt nach Südosten die Folgen der ersten Jahre der Diktatur. Das damals vollkommen überlaufene Santiago wurde mit solchen Wohntürmen überzogen, um möglichst schnell, möglichst vielen Menschen einen Wohnraum zu schaffen. Oftmals wurden dafür große Teile kolonialer Bauten geopfert. Erst in den 1980er Jahren kam die Einsicht, dass die historischen Bauwerke schützenswert sind. |
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Gerade der Stadtteil "los Reyes" bietet für Touristen und Einheimische gleichermaßen viele Dinge. Neben der höchsten Dichte an Bars und Restaurants finden sich auch viele Einkaufszentren, wie die hier abgelichtete Passage, und fliegende Händler. "Los Reyes", am östlichen Rand der Innenstadt beginnend, entwickelt sich zunehmend zu einer Gegend von jungen und erfolgreichen Mestizen. Die "europäischen" Chilenen wohnen hingegen meist nördlich der Innenstadt. |
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Eines der wenigen Gelände, die in "Los Andes" nicht vom Bauboom überrannt wurden, ist die spanische Botschaft. Das alte Gebäude stammt noch aus den Jahren nach der Abspaltung von der spanischen Krone und wurde auf ewig samt seines Baugrundes an die spanische Krone verpachtet. So ist auch zu Erklären, weshalb hier nicht die sonst übliche Überbauung der Grundstücke vonstatten ging. |
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Wie die meisten innerstädtischen Zugänge zur Metro der Transsantiago, ist auch die Station "Salvador" besonders gestaltet worden. Ebenso wie hier, lohnen auch die Besuche bei zahlreichen weiteren innerstädtischen Stationen des Santiagoer Netzes. |
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Am westlichen Stadtrand von Santiago liegt der Ortsteil "Pudahuel". Lange galt die Gegend als der ärmste und gefährlichste Bereich von ganz Chile. Im Zuge der wirtschaftlichen und vor allem sozialen Entwicklung der Nation in den vergangenen 20 Jahren, wurde auch in Pudahuel viel für die Menschen getan, wodurch sich die Situation, der vor allem von Mestizen und Indios bewohnten Gemeinde, deutlich verbessert hat. |
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Typisch für Chile und vor allem für Santiago sind die oberirdisch geführten Stromleitungen, die zum Teil sogar unisoliert herabhängen. Eigentlich bietet sich hier kein Gefahrenpotenzial, doch sollte man im Dunkeln lieber nicht zu unachtsam sein, um nicht mit einem der herabhängenden Kabel zu kollidieren. |
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Auch im Zentrum der Stadt gab es in den jüngeren Jahren bauliche Entwicklungen, die allerdings nicht ganz an "Santhatten" heranreichen. Die normalerweise traditionell bebaute Altstadt wird heute an manchen Stellen durch moderne Bürotürme aufgebrochen. |
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Noch immer gibt es rege Bautätigkeit in "Los Andes", was daraus schließen lässt, dass sich noch an vielen Stellen Krähne befinden. Gerade in diesem Teil der Stadt ist die rasante Entwicklung der Wirtschaftsnation Chile deutlich ablesbar. Hier zeigt sich, warum das Land, das am besten Entwickelte in ganz Südamerika ist und sich schon mehr als Industriestaat, denn als Schwellenland versteht. |
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Rund um den "Cerro Sta. Lucia" ist der größte innerstädtische Park von Santiago angesiedelt. Auf einer Fläche, etwa vergleichbar mit dem Hamburger Stadtpark, sind über mehrere Ebenen verschiedene Gärten und Parkelemente angesiedelt. Der Zugang erfolgt kostenfrei, allerdings nach Eintragung seiner Ausweisnummer in ein am Eingang liegendes Buch. Über verschiedene Drehkreuze kann man den Park an unterschiedlichen Stellen wieder verlassen. |
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Typischer Zugang zur Metro. Außerhalb der Innenstadt sind die Stationen meist über Zugänge, wie hier zu sehen, zu erreichen. Typisch ist bei den Haltestellen der Transsantiago, dass sie alle über Verteilerebenen in der Minus-1-Ebene verfügen, was einen gewissen Komfort für die Nutzer darstellt. |
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Die "Universidad de Chile" ist neben der "Universidad Catolica" die größte und wichtigste Universität von Chile. Beide liegen sie über diverse Standorte innerhalb der Stadt verteilt in Santiago. Der hier abgebildete Fachbereich Stadtplanung ist Mitten in der Innenstadt und nur unwesentlich von dem Medizinbereich der "Universidad Catolica" entfernt. Die beiden Privatunis sind zwar extrem teuer, bieten allerdings eine Ausbildung nach hohen europäischen Maßstäben an. |
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Die Ruta 68 ist Santiagos "Lebensader". Über sie wird die chilenische Hauptstadt mit der Küste verbunden, von wo sie sämtliche Versorgungsgüter erhält. Bereits mehrfach wurde die Strecke ausgebaut und modernisiert, um den steigenden Belastungen von LKWs und PKWs Herr zu werden. Durch den Anstieg des Wohlstandes und der Ansprüche müssen zunehmend mehr Waren transportiert werden. Weil aber in Chile die Bahn nichtmal für den Güterverkehr von Bedeutung ist, müssen die Straßen immer schnell den Bedürfnissen angepasst werden. |
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von Sebastian Scharrer |