Navigation: Die Stadtwelten > Cities > Mittel- und Nordeuropa > Paris

Stadtportrait Paris (Frankreich)

Einwohnerzahl: ca. 2.2 Mio.

Fläche: 105 km²

Einwohnerdichte: 20.807 EW ⁄ km²

Verwaltung: 20 Arrondissements

Lage: Paris liegt beiderseits der Seine, in der Region Île-de-France.

Politik: Paris wird durch einen Bürgermeister und den Gemeinderat vertreten, dieser wird alle 6 Jahre neu gewählt. 1977 wurde Jacques Chirac der erste frei gewählte Bürgermeister von Paris. Aktuell ist Bertrand Delanoe pariser Bürgermeister. Paris unterhält eine Städtepartnerschaft mit Rom.

Verkehrssystem: Paris ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Nah- und Ververkehr. So treffen hier fast alle großen Autobahnen und Eisenbahnlinien zusammen. Desweiteren verfügt Paris über 3 internationale Flüghafen (Charles de Gaulle, Orly und Paris-Beauvais) und den zweitgrößten Binnenhafen Europas. Der Pariser Nahverkehr wird über 16 U-Bahn Linien abgewickelt, ist mit 212,5km Länge das längste U-Bahn Netz der Welt, ergänzt wird es durch Züge die die Vororte anbinden.

Metro Station Cité, auf der Seine Insel Île de la Cite

Metro Station Cité, auf der Seine Insel Île de la Cite

Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Eiffelturm, Notre Dâme, Sacre Coer, Louvre, Versaille

Abriss der Stadtgeschichte: Lutetia (das spätere Paris) war eine keltische Siedlung die erstmalig 53 v. Chr. erwähnt wurde. Die Römer ließen sich 52 v Chr. in Lutetia nieder, dass daraufhin im römischen Reich als Parisia bekannt wurde, jedoch aufgrund des besetzten Gallien ohne größere Bedeutung blieb. 508 wird Paris zur Hauptstadt erklärt, ab 841 erfolgen normannische Überfälle. 987 wird der erste König ernannt und wählt Paris zur Hauptstadt.
Die Zeit zwischen 1337 und 1871 ist sehr bewegt, der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich beginnt, Hugenotten kämpfen gegen Katholiken, Sturm auf die Bastille, Ludwig XVI. wird hingerichtet, Napoleon ergreift die Macht. Im Jahr 1921 erreicht Paris eine Einwohnerzahl von drei Millionen.

Blick vom Arc de Triomphe auf Paris und Sacre Coer

Blick vom Arc de Triomphe auf Paris und Sacre Coer

Kupferstich: Plan von Paris im 16. Jahrhundert

Kupferstich: Plan von Paris im 16. Jahrhundert

Der Eiffelturm misst einschließlich der Spitze 324 Meter, und ist wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Er wurde anlässlich der Weltausstellung 1889 von Gustav Eiffel erbaut. Er galt bis 1930 als das höchste Bauwerk der Welt. Von den drei Aussichtsplatformen auf 57, 115 und 276 Metern Höhe hat man einen fantastischen Überblick über die Stadt.

Der Eiffelturm, DAS Wahrzeichen von Paris

Der Eiffelturm, DAS Wahrzeichen von Paris

Notre Dâme liegt auf der Île de la Cité im Zentrum von Paris. Die gotische Kirche wurde 1163-1345 errichtet und ist auch heute noch Sitz des Erzbistums Paris. In der Kirche mit ihren 69 Meter hohen Türmen finden bis zu 10.000 Besucher Platz. Bekannt wurde der Name Notre Dâme durch den Roman von Victor Huge: Der Glöckner von Notre Dâme.

Notre Dâme von Westen aus gesehen

Notre Dâme von Westen aus gesehen

Sacré Coer ist eine römisch-katholische Kirche im "Zuckerbäckerstil" die auf einem Hügel im Stadtteil Montmatre liegt. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Im Jahre 1875 wurde mit dem Bau begonnen und 1914 beendet, die Baukosten betrugen 40 Millionen Francs. In Sacré Coer läutet die größte Glocke Frankreichs, sie wiegt 18 Tonnen.

Sacre Coer im Stadtteil Montmatre

Sacre Coer im Stadtteil Montmatre

Sacre Coer im Stadtteil Montmatre

Sacre Coer im Stadtteil Montmatre

Der Louvre, ein ehemaliger Königspalast und ein Pariser Stadtschloss, ist Anziehungspunkt für fast alle Paris-Urlauber. Hier werden ca. 380.000 Werke ausgestellt, das berühmteste ist wohl die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Schön anzusehen ist die gläserne Pyramide im Innenhof, die als Haupteingang zum Museum genutzt wird.

Der Louvre, das drittgrößte Museum der Welt

Der Louvre, das drittgrößte Museum der Welt

Das Schloss Versailles, im gleichnamigen Pariser Vorort gelegen, ist eine weitere Sehenswürdigkeit die sich kein Paris-Urlauber entgehen lassen sollte. Das heutige UNESCO-Weltkulturerbe war bis Mitte des 17. Jahrhunderts Residenz des französischen Königshauses. Sowohl die ausgedehnten Gärten- und Parkanlagen als auch das Schloss selbst sind eine Besichtigung wert. Im Inneren des Schlosses können viele Räume besichtigt werden, unter anderem die 75 Meter lange und zehn Meter breite Spiegelgalerie. Im Garten locken wunderschöne Brunnen zum spazieren und staunen. 

Das Schloss von Versailles, vom Park aus gesehen

Das Schloss von Versailles, vom Park aus gesehen

An einem Ende des Champs-Élysées steht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, der Arc de Triomphe. Hier treffen zwölf Avenuen sternförmig zusammen, so das dieser Platz ein wunderbares Beispiel für die Stadtpolitik von Georges-Eugéne Haussmann darstellt. Mit dem Bau des Triumphbogens wurde 1806 begonnen, fertig gestellt wurde er jedoch erst 1836. Er ist geschmückt mit einer vielzahl von Reliefs, diese haben alle etwas mit Schlachten, Krieg und Frieden zu tun. Unter dem Bogen ist das Grabmal des unbaknnten Toten zu finden. Wenn man den Triumphbogen erklimmt bietet sich auch von hier aus ein schöner Blick über die Stadt.

Arc de Triomphe, am westlichen Ende des Champs-Élysées

Arc de Triomphe, am westlichen Ende des Champs-Élysées

Im Jahre 1989 wurde, anlässlich der 200 Jahrfeier der Französichen Revolution dieser moderne Triumphbogen eingeweiht. Er ist fast würfelförmig, und 110 Meter hoch. In diesem Gebäude sind private Büros, der internationale Sitz für Menschenrechte und ein französisches Minesterium untergebracht. Touristen und Einheimische können mit gläsernen Aufzügen zu einer Aussichtsplatform hinauffahren.

Im pariser Stadtteil La Défense steht dieser moderne Triumpgbogen

Im pariser Stadtteil La Défense steht dieser moderne Triumpgbogen

Durch die Eingliederung der Dorfes Montmartre entstand 1860 das 18. Arrondissement. Es war im 19. Jahrhundert schon ein beliebtes Ausflugsziel, heute ist es berühmt für die Künstler die ihre Werke auf dem Place du Tertre zur Schau stellen, sowie für die Basilika Sacré-Coeur, die auf einem Hügel über dem Viertel trohnt. Da Montmartre an einem Hügel liegt, gibt es viele verwinkelte, schmale und in Treppen endende Straßen.

Blick  in die Straßen des Künsterviertels Montmatre

Blick in die Straßen des Künsterviertels Montmatre

Kupferstich: Plan von Paris im 16. Jahrhundert

Kupferstich: Plan von Paris im 16. Jahrhundert

Auf dem Place de la Bastille steht, zur Erinnerung an die Julirevolution 1830, die Julisäule. Sie wurde an der Stelle früher eine Bastion gestanden hat. Teile der alten Festungsanlagen sind noch heute auf dem Bahnsteig der Metrostation Bastille (Linie 5) zu sehen. Der Platz ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, auch ist hier die Bastille-Oper zu finden.

Die Jülisäule auf dem Place de la Bastille

Die Jülisäule auf dem Place de la Bastille

Vom Ufer der Seine hat man einen schönen Blick auf die Fußgängerbrücke Pont des Arts. Diese Fußgängerbrücke ist die erste Pariser Eisenbrücke, erbaut 1802 bis 1804. Sie hat sieben Bögen, ist fast zehn Meter breit und 155 Meter lang. Von der Brücke aus ist die Île de la Cité und der Louvre zu sehen.

Pont des Arts, die erste Pariser Eisenbrücke

Pont des Arts, die erste Pariser Eisenbrücke

Interessante Links:

von Sabine Walter
Stand: 2010

Freunden zeigen: