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Stadtportrait Madrid (Spanien)
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Einwohnerzahl: ca. 3.3 Mio Fläche: 606 km² Einwohnerdichte: 5.501 EW ⁄ km² Verwaltung: 21 Stadtbezirke Lage: Die Stadt liegt in der Mitte Spanien in der historischen Landschaft Kastillien durchzogen vom kleinen Fluss Manzanares. Nordwestlich erheben sich die Berge der Sierra de Guadarrama, im Osten der Stadt befindet sich das Tal des Henares in dem wichtige Auto- und Eisenbahntrassen verlaufen. |
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Politik: Madrid ist die Hauptstadt und Sitz der Regierung Spaniens. Zudem ist die Stadt Sitz des spanischen Königs, der offiziell im Palacio Real, an deren Stelle sich ursprünglich eine maurische Burg befand. Regierender Bürgermeister ist Alberto Ruiz-Gallardón (PP). Verkehrssystem: Die Altstadt ist mit äußerst engen Straßen- und Gassengewirr erhalten geblieben und nur schwer mit dem PKW zu durchfahren - Einbahnstraßen dominieren hier eindeutig. Mehrere Ringe sorgen für tangentiale Verknüpfungen im Straßenverkehr, ein Autobahnring und eine Stadtautobahn sind in Madrid inzwischen ebenfalls vorhanden. Dafür verfügt die Stadt über ein unheimlich gut ausgebautes Metronetz. Zwölf U-Bahn, 3 Stadtbahn und eine Vielzahl an S- und Regional-Bahverkehr sorgen für eine sehr gute Netzdichte (seit 2007 das zweitlängste Netz Europas: 284 Km und 183 Stationen), die überwiegend in einem 3- bis 5-Minuten-Takt bedient werden. Die Stadtstrukturen erforderten im Schienenverkehr die Anlage von Kopfbahnhöfen, die wichtigsten sind Atocha Renfe im Süden und Chamartin im Norden. Der internationale Airport Madrid-Baraja liegt nordöstlich der Stadt und ist, gemessen am Passagieraufkommen, einer der wichtigsten Flughäfen Europas. |
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Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Palacio Real, Gran Via, Plaza España, Plaza Mayor, Puerta del Sol, AZCA inkl. Estadio Santiago Bernabéu, Parque del Oeste / Templo de debod Abriss der Stadtgeschichte: Der Ursprung der heutigen spanischen Hauptstadt liegt an der Stelle des Palacio Real. Hier entstand in den Jahren 852 bis 886 eine maurische Burg, deren umgebende Siedlung zunächst Magerit genannt wurde. 1083 wurde Madrid kastillisch. Durch die Verlegung des Parlaments 1561 und der königlichen Residenz 1588 begann der Aufstieg der Stadt, denn seitdem ist sie nahezu durchgängig bis heute die Hauptstadt des spanischen Königreichs. Im Bürgerkrieg 1936-1939 war die Stadt bis zuletzt republikanisch und erlitt durch deutsche und italienische Bombardements schwere Schäden. In der Folge wurde Madrid durch die Diktatur Francos geprägt, die 1975 mit seinem Tod endete. Zuletzt erschütterten die Terrorattentate von 2004 auf vollbesetzte Nahverkehrszüge die Stadt, es starben 193 Menschen. |
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Die Plaza de Mayor, in der Innenstadt Madrids, geht auf das 15. Jahrhundert zurück und besitzt einen rechtwinkligen Zuschnitt von ca. 130x95 Metern. Neun Zugänge führen von allen Seiten auf den ausschließlich von dreistöckigen Wohngebäuden umgebenen Platz. Von Granitpfeilern getragene Bogengänge führen entlang aller vier Seiten des Platzes, in denen sich zahlreiche gastronomische Betriebe finden. Die Atmosphäre des Platzes macht ihn zu nahezu allen Tageszeiten zum touristischen Mittelpunkt der Stadt. |
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Die Plaza de Puerta del Sol ist (abgesehen von der maurischen Burg) die Keimzelle der Stadt. Hier befindet sich der (heute nur noch theoretische) Ausgangspunkt aller wichtigen Fernstraßen des Landes, die sternförmig von der Puerta del Sol ausgehen. Das Rathaus bildet die Stirnseite des Platzes, der von weiteren repräsentativen Bauten umgeben ist. Sol ist darüber hinaus ein wichtiger Knotenpunkt des Madrider Metronetzes. Aussteigen unbedingt empfohlen! |
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Der Templo de debod liegt im Parque del Oeste auf einem Hang über dem Bahnhof Principe Pio. Dort werden einem verschiedenste Freiraumstrukturen geboten: Liegewiesen mit Schatten spenden Bäumen bestanden, ein Rosengarten (Paseo des Rosales), Platzanlagen und vieles mehr. Außerdem bietet sich von einem südlich gelegenen Hochplateau ein herrlicher Blick auf die Skyline am Palacio Real und unweit des Rosengartens kann man mit der Teleferico casa de campo in eben jeden Park fahren. |
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Die Gran Via ist eine Hauptverkehrsader der Madrider Innenstadt, die häufig völlig überlastet ist. Allerdings bietet die Bebauung entlang der Straße ein absolutes städtebauliches Highlight. Acht- bis zehngeschossige Wohn- und Geschäftsgebäude bilden einen beeindruckenden Straßenraum, der angenehm schattig daherkommt. Die Blockränder werden immer wieder durch Eckbetonungen besonders hervorgehoben. |
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Neben zahlreichen Hotels und Restaurants befindet sich beispielsweise auch die staatliche Telekomunikationsgesellschaft auf der Gran Via. Sie nutzt das nebenstehende Geabäude an der Metrostation Gran Via, das ein schönes Beispiel für die gelungenen Eckbetonungen an der Prachtstraße ist. Die Architektur erinnert dabei an einigen Stellen an die frühen Hochhausbauten New Yorks. In jedem Fall aber symbolisieren die Gran Via und ihre Umgebung das Bild der kompakten, funktionsdurchmischten europäischen Stadt. |
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An vielen der Ausfallstraßen findet man solche Torbögen. Sie erhalten ihren Namen zumeist von den Fernzielen der Ausfallstraßen, wie hier der Puerta de Toledo. |
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Unweit des Puerta de Toledo befindet sich die Puenta de Toledo über dem Manzanares. Die Lichtspiele an der historischen Brücke sind sehr gelungen und durchaus sehenswert. Ebenfalls sehenswert sind die Infrastrukturausbauten. Direkt am Flussbett wurde 2007 an einer Stadtautobahn gebaut, welche die Puenta del Toledo unterqueren wird. Unter städtebaulichen Gesichtspunkten zumindest fragwürdig und das sicher nicht nur in dem hier beispielhaft aufgeführten Stadtraum. |
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Einer der beiden wichtigen Bahnhöfe Madrids ist Atocha Renfe im Süden der Innenstadt. Von hier verkehren Fernverkehrszüge vor allem in Richtung Valencia, Murcia und Sevilla. Die Gleisanlagen werden im Bahnhofsbereich in der Minus-Eins-Ebene geführt. Der alte Bahnhof, den das Foto zeigt, wurde inzwischen durch einen Neubau aus Stahl und Glas ergänzt, da er die Anforderungen an Kapazität, Komfort und Service nicht mehr gerecht werden konnte. |
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Die Plaza de España (siehe auch zweites Foto auf dieser Seite) ist einer der bekanntesten Plätze der spanischen Hauptstadt und liegt am Brechpunkt zwischen dem alten und dem "neuen" Madrid. Prägend ist die Bebauung, die von vielen Punkten der Stadt aus gesehen aus der übrigen Bebauung heraus sticht (hier vom Templo de debod gesehen). Der Torre de Madrid (links) und das Edificio España wurden in den 1950er Jahren Brüdern Otamendi errichtet. |
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Interessante städtebauliche Strukturen bietet das Büro- und Bankenviertel nördlich der Madrider Innenstadt: Asociación Mixta de Compensación de la Manzana a de la Zona Comercial de la Avenida del Generalísimo de Madrid, kurz AZCA. Funktionstrennung der verschiedenen Verkehrsträger ist ein besonderes Merkmal der Bürostadt, die tw. an die Hamburger City-Nord erinnert. Lange Zeit standen hier die höchsten Gebäude Spaniens (Torre del Banco de Bilbao, Torre Europa und Torre Picasso). Die ursprünglichen Planung für soziale Infrastruktur (Opernhaus, Bibliothek, etc.) wurden nie ausgeführt. |
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In der zentralen Altstadt der spanischen Hauptstadt wurde eine Area de Rehabilitación de centro historico, eine Art Sanierungsgebiet, eingerichtet um das Rastro- und Lavapies-Viertel zu modernisieren, revitalisieren und lebenswerter zu gestalten. Welche Maßnahmen dabei genau durchgeführt wurden und werden konnte ohne weitergehende Spanisch-Kenntnisse bisher leider nicht recherchiert werden. |
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Eine Maßnahme, die im Stadtbild allerdings sofort sichtbar wurde, war die Anlage neuer Plätze. Das nebenstehende Bild zeigt einen solchen neu gestalteten Platz zwischen der Calle de Amparo und der Calle de Mesón de Parades im Viertel Lavapies. |
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Interessante Links:
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von Jens Bossen |