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Stadtportrait Hamburg (Deutschland)

Das Stadtportait von Hamburg ist ein Stadtwelten-Special zum ersten Geburtstag der Seite. Hierbei sollen im kommenden Jahr alle 105 Stadtteile Hamburg vorgestellt werden. Dies wird nach Bezirken getrennt erfolgen. Je Woche ist die Ergänzung um zwei bis drei Stadtteile geplant.

Einwohnerzahl: ca. 1,8 Mio.

Fläche: 755 km²

Einwohnerdichte: 2351 EW ⁄ km²

Verwaltung: Die Freie und Hansestadt Hamburg ist sowohl Bundesland als auch Gemeinde. Die Stadt ist in 105 Stadtteile unterteilt, die jeweils einem der folgenden sieben Bezirke angehören:
Altona | Bergedorf | Eimsbüttel | Harburg | Mitte | Nord | Wandsbek.

Lage: Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die das Stadtgebiet größtenteils als zweiteiliger Strom (Norder- und Süderelbe) durchfließt und zwischen den Strömen mehrere Elbinseln ausbildet, die häufig als eine Insel wahrgenommen werden. Das Stadtgebiet erstreckt sich überwiegend nördlich der Elbe.

Politik: Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößtte Stadt Deutschlands, ein eigenständiges Bundesland (Stadtstaat) und vereint somit die kommunale und die Landesebene. In der Bürgerschaft besitzt derzeit die SPD die absolute Mehrheit und stellt gemeinsam den Senat, also das Regierungsorgan. Bürgermeister ist seit dem 7. März 2011 Olaf Scholz von der SPD.

Verkehrssystem: Hamburg ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Nordeuropas. Von den Fernbahnhöfen Hauptbahnhof, Altona, Bergedorf, Dammtor und Harburg sind viele deutsche und europäische Destinationen direkt zu erreichen. Große Bedeutung besitzt auch die Hamburger Hafenbahn. Hier werden etwa 10% des deutschen Güterverkehrs abgewickelt, unweit südlich der Stadtgrenze befindet sich Europas größter Rangierbahnhof: Maschen.
Die Autobahnen 7 und 1 führen durch das Hamburger Stadtgebiet. Hinzu kommen die A24, die am Horner Kreisel beginnt und nach Berlin führt, sowie einige tangentiale Autobahnen in die Region hinaus (so die A23 Richtung Elmshorn, Heide und Itzehoe oder die A25 nach Geesthacht). Das Autobahnnetz um Hamburg ist suboptimal, da es immer wieder zu Engpässen bei der Elbquerung (A7: Elbtunnel und A1: Elbbbrücken) kommt. Daher wird seit langer Zeit ein nördlicher Autobahnring inklusive einer zusätzlichen Elbquerung diskutiert.
Der Flughafen Fuhlsbüttel ist der älteste noch betrieben Flughafen Deutschlands und gemessen an den Passagierzahlen der fünftgrößte. Seit 2008 ist der Flughafen über die S1 an das Hamburger Schnellbahnnetz angeschlossen.
Hamburg verfügt über drei U- und drei S-Bahnlinien (S1, S3, S21, ergänzende Verkehre durch die S2, S11 und S31), nachdem die Straßenbahn in den 1970er Jahren stillgelegt worden war. Im Norden wird das Netz durch die AKN mit s-bahn-ähnlichen Vorortzügen ergänzt. Die Netzlücken, die gerade in den weiter außerhalb gelegenen Stadtteilen teilweise eklatant sind, werden von einem dichten Metro- und Stadtbusnetz ergänzt. Alle Verkehrsträger sind im Einheitstarif des HVV zusammengefasst. Das Schnellbahnnetz Hamburgs ist im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen nicht besonders gut ausgebaut. Derzeit wird über die Wiedereinführung der Straßenbahn als Stadtbahn diskutiert (eine Tangentiallinie von Bramfeld nach Eppendorf ist wahrscheinlich) und eine Linie U4 (eigentlich nur zwei weitere Stationen in der HafenCity und Umstellung des Betriebskonzeptes auf dem Ast Berliner Tor - Mümmelmannsberg) befindet sich im Bau (zu den Planungen im Hamburger ÖPNV siehe auch diesen Beitrag im Planungsdiskurs).
Ein weiterer bedeutender Verkehrsträger Hamburgs ist selbstverständlich der Schiffverkehr. Der Hamburghafen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Hafen Europas. 2007 erreichte er seinen bisherigen Rekordumschlag von knapp 10 Mio. Standardcontainern. Hinzu kommen Warenarten wie beispielsweise Stück- und Schüttgut, die nicht in Containern umgeschlagen werden. Im Hafen verkehren zudem auch Fähren als öffentliches Verkehrsmittel, die ebenfalls in den HVV integriert sind.

Hamburger Rathaus vom Jungfernstieg aus gesehen

Hamburger Rathaus vom Jungfernstieg aus gesehen

Die Alsterarkaden gegenüber des Rathausmarktes

Die Alsterarkaden gegenüber des Rathausmarktes

Innenraum des Hamburger Hauptbahnhofes vom Südesteg

Innenraum des Hamburger Hauptbahnhofes vom Südesteg

U-Bahn-Zug älteren Baujahrs an der Haltestelle Rathaus

U-Bahn-Zug älteren Baujahrs an der Haltestelle Rathaus

Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Freihafen, St. Pauli Landungs-brücken, Alster, Speicherstadt, St. Michaelis Kirche, Reeperbahn, Altonaer Fischmarkt, Planten un Blomen.

Abriss der Stadtgeschichte: Die ältesten Nachweise einer befestigten Besiedlung des heutigen Stadtgebiets stammen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Im Jahr 831 wurde ein Bistum eingerichtet, das später Erzbistum wurde. Doch die Region wurde mehrfach (unter anderem von den Wikingern) überfallen, weshalb das erzbistum nach Bremen verlegt wurde.
Im 12. Jahrhundert wurde westlich der Alster eine Handels- und Marktsiedlung gegründet, der wenig später das Hafenrecht verliehen wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Hamburg zu einem florierenden Handelszentrum, das aufgrund von etwa 600 Brauerreien auch das "Brauhaus der Hanse" genannt wurde. Als eine der ersten Mitglieder des Hansebündnisses wurde der Hafen zum wichtigsten Umschlagsplatz zwischen Nord- und Ostsee. Auch nach dem Zerfall der Hanse konnte Hamburg seine wichtige wirtschaftliche Stellung wahren.
1842 wurde weite Teile der Stadt durch einen großen Brand verwüstet, an den heute noch Straßen wie beispielsweise "Brandsende" erinnern. Nur zwischen Nikolaifleet und Deichstraße (siehe Foto) sind historische Handelshäuder erhalten geblieben. Noch stärker Zerstörungen wurden allerdings in den Bombennächten des zweiten Weltkriegs von 1943 (Operation Gomorrha) hervorgerufen, als weite Teile der Stadt (und einige Stadtteile vollständig) zerstört wurden und in einem Feuersturm aufgingen.
Der Wiederaufbau erfolgte nach neuen städtebaulichen Motiven, die mehr Licht und Luft in die Wohnquartiere bringen und den Verkehrsfluss optimeren sollten. Hieraus resultieren die verbreiteten Zeilenstrukturen insbesondere im Osten der Stadt.

Blick von der Elbe auf Landungsbrücken und Stadtsillhouette

Blick von der Elbe auf Landungsbrücken und Stadtsillhouette

Hisorische Kaufmannshäuser an der Deichstraße

Hisorische Kaufmannshäuser an der Deichstraße

Bezirk Hamburg-Altona
Altona-Altstadt, Altona-Nord, Bahrenfeld, Blankenese, Ottensen > nach oben <

Mit etwa 27.000 Menschen, die in Altona-Altstadt unweit westlich des Hamburger Zentrums auf etwa 2,8 km² leben, ist der Stadtteil vergleichsweise dicht bediedelt. Neben einem umfangreichen Altbaubestand, der sich auf einige Straßenzüge vor allem ganz im Norden und ganz im Süden des Stadtteils beschränkt, dominieren vor allem die Jahre des Wiederaufbaus das Bild Altona-Altstadts.
Vor allem das Zentrum weißt große städtebauliche Mängelsituationen auf. Beispielsweise sind entlang der Großen Bergstraße in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts überdimensionierte Baumassen entstanden (Frappant, Forum Altona), weshalb hier bereits seit weit mehr als einem Jahrzehnt Sanierungsmaßnahmen laufen.
Das Frappant-Gebäude soll durch ein schwedisches Möbelhaus ersetzt werden (die Stadtwelten berichteten), worum es hitzige Diskussionen und sogar einen Bürgerentscheid gab (die Stadtwelten berichteten ebenfalls).

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Bebauungsstrukturen der verschiedensten Epochen vereinen sich in Altona-Altstadt

Bebauungsstrukturen der verschiedensten Epochen vereinen sich in Altona-Altstadt

Eingezwängt zwischen den Bahngleisen des Fernbahnhofes Hamburg-Altona (eröffnet 1898) und der Holsten Brauerei umfasst der Stadtteil Altona-Nord eine Fläche von 2,2 km². Von Altona-Altstadt getrennt wurde er erst nach dem zweiten Weltkrieg. Bis 1938 (Groß-Hamburg-Gesetz) war Altona eine eigene Stadt zu der neben Altona-Nord und -Altstadt noch weitere heutige Hamburger Stadtteile gehörten.
Heute weist der Stadtteil verschiedenste Baustrukturen auf. Einerseits gibt es Viertel in denen sehr viel gründerzeitlicher Altbaubestand erhalten werden konnten (bspw. Julius-Leber-Straße), andererseits wurden massive uns heute sehr stark befahrene Hauptverkehrstrassen in den Stadtteil integriert, an denen sich teilweise weniger ansehnliche Wohnquartiere der 50er und 60er Jahre reihen (bspw. Kieler Straße). Dennoch ist Altona-Nord, auch aufgrund der zentralen Lage (der Anschluss an den ÖPNV ist allerdings nur im Süden recht gut), sehr beliebt bei jungen Menschen.

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Das Musical-Theater Neue Flora, nahe der Haltestelle Holstenstraße

Das Musical-Theater Neue Flora, nahe der Haltestelle Holstenstraße

Der Stadtteil ist seit dem Bau der Autobahn A7 in den 1970er Jahren in zwei Teile gespalten. dadurch verlor Bahrenfeld sein Stadtteilzentrum. Heute wirkt der Stadtteil daher wenig einheitlich. Die Ortschaft Bahrenfeld geht bereits auf das 13. Jahrhundert zurück und wurde 1938 durch das Groß-Hamburg-Gesetz eingemeindet.
Heute leben hier 26.000 Menschen auf eine Fläche von 10,5 km², wobei es einige größere Gewerbegebiete im Stadtteil gibt. Unter anderem befindet sich hier ein größerer Kinokomplex mit angeschlossenen Unterhaltungsmöglichkeiten und Gastronomie. Der Nahverkehr wird vor allem über Busse abgewickelt, deren Linien entweder auf den Bahnhof Altona bzw. die einzige einigermaßen zentral im Stadtteil gelegene S-Bahn-Station Bahrenfeld ausgerichtet sind.

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Hochhaus am Bahrenfelder Kirchenweg

Hochhaus am Bahrenfelder Kirchenweg

Der Stadtteil Blankenese ist einer der sogenannten Elbvororte im Westen Hamburgs. Er liegt direkt am Elbufer und zieht sich einen Hang hinauf. Dieses Treppenviertel ist kaum mit dem Auto zu erschließen, auch der ÖPNV kommt hier kaum durch. Das Gebiet wird lediglich durch Kleinbusse ("Bergziegen") bedient, die als Zubringer zur S-Bahn-Station Blankenese (S1) fungieren. Die Bevölkerung Blankeneses (der Stadtteil besteht natürlich nicht nur aus dem Treppenviertel) ist insgesamt sehr wohlhabend, die Immobilienpreise ausgesprochen hoch. Lange war Blankenese ein Nachbardorf Hamburgs, das jedoch im 17. Jahrhundert bei einer Sturmflut weggespült wurde. Hamburger Stadtteil ist Blankenese seit 1938 und zählt heute 12.000 Einwohner.

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Das Treppenviertel in Blankenese ist eines der bekanntesten Quartiere Hamburgs

Das Treppenviertel in Blankenese ist eines der bekanntesten Quartiere Hamburgs

Westlich des Fern- und S-Bahnhofes Altona am nördlichen Ufer der Elbe liegt Ottensen, ein 2,9 km kleiner Stadtteil in dem über 32.000 Menschen leben. Die bauliche Prägung Altonas stammt aus dem späten 19. Jahrhundert bzw. aus der Jahrhundertwende und ist durch Blockrandstrukturen geprägt. Die Konzentration der Altbausubstanz hat Ottensen zu einem Szene-Quartier werden lassen, dass enorm stark von Gentrifizierungsprozessen betroffen ist. Günstigen Wohnraum findet man hier nicht mehr, die exklusiven Wohnungen werden vor allem durch Juppies, junggebliebene Akademiker und Professoren bevölkert. Der Museumshafen Övelgönne gehört ebenfalls zu Ottensen und bietet mit der Stradperle ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Kulinarisch hat allerdings auch der Rest des Stadtteils einiges zu bieten.

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Das Elbufer in Överlgönne mit der Strandperle ist sehr beliebt

Das Elbufer in Överlgönne mit der Strandperle ist sehr beliebt

Bezirk Hamburg-Bergedorf
Allermöhe, Bergedorf, > nach oben <

Allermöhe ist ein zu weiten Teilen noch sehr junger Stadtteil im Grünen. Die Bebauung in dem 11,9 km² großen Gebiet konzentriert sich auf einen Bereich um die gleichnamige S-Bahn-Station bis zur Station Nettelnburg. Ein kleines Straßendorf, das ursprüngliche Allermöhe (es wurde bereits 1162 erstmal erwähnt), zieht sich entlang der Dove-Elbe. Nördlich davon liegen Neu-Allermöhe West und Ost, zwei einheitlich geplante und errichtete Großwohnsiedlung mit unterschiedlichem Charakter.
Der Ostteil entstand in den 1980er Jahren und folgte in seiner Gesatlt planerischen Schlagworten wie "Wohnen am Wasser" und "Ökologisches Bauen" und ist durch eine vergleichsweise geringe Dichte geprägt. Hierdurch sollte der Stadtteil für junge Familien attraktiver werden um der Umlandwanderung entgegen zu wirken.
Der West-Teil der Großsiedlung Allermöhe wurde in den 1990er Jahren errichtet. Die Planungen begannnen unmittelbar nach der Wiedervereinigung Deutschlands und waren eine Reaktion auf die zu erwartende Wohnungsnot. Die Bebauung ist hier stärker verdichtet worden, umfasst allerdings maximal vier Vollgeschosse. Dier Teil Allermöhes ist durch klare Achsenstrukturen gekennzeichnet, die sich als schnurgerade Wegeverbindungen durch das Quartier ziehen.
Knapp 15.400 Einwohner leben im Stadtteil, der einer der am schnellsten Wachsenden Hamburger Stadtteile der vergangenen Jahre ist. Die gewünschte Attraktivität für junge Familien ist erreicht worden, die Sozialstruktur entspricht allerdings nicht den verfolgten Ziele. Es zeigte sich, dass einkommenstarke Haushalte nach wie vor lieber in eine Umlandkommune als nach Allermöhe "auswandern".

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Typische Baustruktur in Neu-Allermöhe Ost

Typische Baustruktur in Neu-Allermöhe Ost

Blick auf das Quartierszentrum und anschließende Wegeachsen und Kanäle

Blick auf das Quartierszentrum und anschließende Wegeachsen und Kanäle

Im Südosten Hamburgs liegt direkt an der schleswig-holsteinischen Grenze der Stadtteil Bergedorf, Zentrum des gleichnamigen Bezirks. Erstmals 1162 urkundlich erwähnt, erhielt Bergedorf bereits 1275 eigene Stadtrechte. Die Stadt gehört trotz ihrer Randlage schon seit 1866 zum Staatsgebiet Hamburgs. Damit ist Bergedorf älter als viele andere Stadtteile, war bis 1933 sogar noch eine eigenständige Stadt im hamburgischen Staatsgebiet und ist erst im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 Teil der Stadt Hamburg geworden. Noch heute ist diese lange Eigenständigkeit am Stolz der Bergedorfer zu erkennen.
Neben der Bille, die das 11,3 km² große Bergedorf im Urstromtal der Elbe durchfließt, sind das eigenständige und starke Zentrum und der gute Nah- und Fernverkehrsanschluss (sowohl per Schiene als auch per Straße) charakteristisch für den Stadtteil.

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Die Bille fließt gewunden durch das Zentrum Bergedorfs

Die Bille fließt gewunden durch das Zentrum Bergedorfs

Bezirk Hamburg-Eimsbüttel
Harvestehude, Lokstedt, Niendorf, Rotherbaum, > nach oben <

Das gutbürgerliche Harvestehude liegt westlich an der Außenalster und wird von prachtvollen Gründerzeit-, Historismus- und Jugendstilfassaden geprägt. Geschichtlich prägend für den Stadtteil, in dem heute 17.000 Menschen leben, das Zisterzienser-Nonnen-Kloster, das 1295 in den Stadtteil zog. Nachdem ein Konsortium Hamburger Bürger das Gut Harvestehude erwarb, wurde der Stadtteil urbanisiert. Noch heute erinnert der Verkehrsknotenpunkt Klosterstern namentlich an die Vergangenheit des Ortes. Eine besondere städtebauliche Struktur weist der Innocentia Park mit seinen umliegenden Straßen (hier in SimCity nachempfunden) auf. Derzeit ist Harvestehude einer der vornehmsten urbanen Stadtteile Hamburgs.

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In der Umgebung des Harvestehuder Klostersterns finden sich prächtige Gründerzeithäuser

In der Umgebung des Harvestehuder Klostersterns finden sich prächtige Gründerzeithäuser

Die erste urkundliche Erwähnung Lokstedts datiert bereits aus dem 12. Jahrhundert. Das Bauerndorf gewann bis in 17. Jahrhundert hinein Bedeutung als Ausflugsziel für die Städter. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Lokstedt zudem das erste Dorf Deutschland mit elektrischer Straßenbeleuchtung, was jedoch kaum verwundert, wenn man bedenkt, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits ein beliebter Villenvorort Hamburgs war. Heute Leben in Lokstedt gut 24.000 Menschen auf knapp 5 km² Fläche. Die Bebauung im Stadtteil ist sehr abwechslungsreich und reicht von Einfamlienhäusern (zentral im Stadtteil) über gründerzeitliche Blockrandbebauung (im Osten zu Eppendorf) bis hin zu Zeilen und Punkthochhäusern (westliches Stadtteilgebiet). Auch aufgrund der starken Durchgrünung ist Lokstedt bei Familien vergleichsweise beliebt.

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Neubau an der Koppelstraße, unweit von Hagenbecks Tierpark

Neubau an der Koppelstraße, unweit von Hagenbecks Tierpark

Niendorf liegt weit im Norden Hamburgs, westlich des Flughafens. Süd-östlich wird der Stadtteil durch das Niendorfer Gehege, eine weiläufige, naturnahe Parkanlage, begrenzt. Auf den 12,7 km² des Stadtteils leben ungefähr 40.000 Menschen. Bis auf verdichtete Bereiche um die U-Bahnhöfe (vier Stationen der U2) herum, dominieren Einfamilien- und Reihenhäuser das Bild Niendorfs. Der Stadtteil geht auf eine Ansiedlung Bauernhäuser zurück aus denen eine Ortschaft entstand, die im frühen 20. Jahrhunder große Beliebtheit bei Hamburger Kaufleuten gewann. Sie bauten hier ihre Villen und Bürgerhäuser und sorgten dafür, dass Niendorf früh einen Straßenbahnanschluss erhielt.

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Die alte Marktkirche ist ein Wahrzeichen Niendorfs

Die alte Marktkirche ist ein Wahrzeichen Niendorfs

Seit 1871 wird Rotherbaum als Vorort Hamburgs geführt, bereits 1895 wurde er zum Stadtteil. Er ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil Hamburgs und weist zudem die niedrigste Arbeitslosenzahlen in der gesamten Stadt aus. Unmittelbar westlich der Alster gelegen und in weiten Teilen noch durch Altbauten aus der Gründerzeit gekennzeichnet, bietet der Stadtteil viele Freizeitqualitäten. Die Bewohnerschaft ist wenig durchmischt und aufgrund der Lage von wohlhabenden Schichten geprägt. An den Schnellbahnverkehr ist Rotherbaum über die U1 (verläuft parallel zum Alsterufer), Station Hallerstraße, angebunden. Außerdem liegt der schönste Hamburger Fernbahnhof "Dammtor" in Rotherbaum (an der Grenze zur Neustadt), hier verkehren neben Regional- und Fernzügen auch die S-Bahn-Linien S21 und S31.

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Der Bahnhof Dammtor ist der Verkehrsknotenpunkt Rotherbaums

Der Bahnhof Dammtor ist der Verkehrsknotenpunkt Rotherbaums

Bezirk Hamburg-Harburg
Harburg, Neugraben-Fischbek, > nach oben <

Die bis zum Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 eigenständige Stadt Harburg ist heute Zentrum des gleichnamigen Bezirkes und beherbergt heute auf einer Fläche von 3,9km² 20.000 Einwohner. Bekannt ist Harburg vor allem durch seinen Fernbahnhof sowie die Technische Universität (TUHH). Insbesondere durch die TUHH hat Harburg einen Aufschwung vollzogen, der sich vor allem in der Entwicklung des Büro- und Forschungsstandorts Channel Harburg am Harburger Binnenhafen zeigt. Als Einzelhandelsstandort nimmt der Stadtteil auch Versorgungsfunktionen für das Umland wahr, wobei die Struktur lange Zeit schwach war. Inzwischen ist mit dem Phönix-Center ein neuer Anziehungspunkt hinzugekommen und ein BID kümmert sich um die Entwicklung der Ladenstraße Lüneburger Straße (siehe Foto).

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Die Lüneburger Straße bildet mit dem Phönix-Center das Zentrum Harburgs

Die Lüneburger Straße bildet mit dem Phönix-Center das Zentrum Harburgs

Denkt man an Neugraben-Fischbek hat man zunächst die ehemalige Endhaltestelle der S-Bahn-Linie 3 im Kopf, da der Stadtteil an der süd-westlichen Stadtgrenze Hamburgs vergleichsweise peripher und in großer Distanz zum Zentrum der Stadt liegt. Aufgrund der Elbquerung benötigt die S-Bahn 30 Minuten. Das Zentrum Neugraben-Fischbeks wird von 6oer-Jahre-Hochhäusern und die Verkehrsachse der B73 geprägt, während in dem flächenmäßig großen Stadtteil (22,5 km² auf denen ca. 27.500 Menschen leben) Klein- und Behelfsheimsiedlungen aus den 20er Jahren bzw. aus der Nachkriegszeit dominieren und durch Großsiedlungen der 60er und 70er Jahre ergänzt wurden.

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Das Zentrum des Stadtteils liegt an der viel befahrendne B73

Das Zentrum des Stadtteils liegt an der viel befahrendne B73

Bezirk Hamburg-Mitte
Billbrook, Finkenwerder, Hamm-Mitte, Hamm-Nord, Hamm-Süd, Horn, Rothenburgsort, Steinwerder,
Veddel, > nach oben <

Vor dem zweiten Weltkrieg war Billbrook ein äußerst dich besiedeltes Arbeiterviertel. Der Stadtteil wurde im zweiten Weltkrieg bei Luftangriffen allerdings fast vollständig zerstört. Heute leben in dem im Hamburger Osten gelegenen Billbrook gerade noch 1.100 Menschen. Neben diesen Resten alter Arbeitersiedlungen dominieren Industrie- und Gewerbegebiete den Stadtteil zwischen Elbe und Bille, der von fünf Kanälen durchzogen ist.

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Im Industriegebiet Billbrook findet man Reste alter Arbeiterviertel

Im Industriegebiet Billbrook findet man Reste alter Arbeiterviertel

Der Stadtteil Finkenwerder ist eine ehemalige Elbinsel. Heute liegt der 29km² große und mit 12.000 Einwohnern schwach besiedelte Stadtteil südlich der Elbe und westlich des Hafens. Durch eine Fährverbindung ist Finkenwerder an die Landungsbrücken angebunden. Bekannt ist Finkenwerder vor allem durch die "Finkenwerder Scholle". Außerdem befindet sich das Hamburger Airbus-Werk auf dem Gebiet des Stadtteils. Aufgrund seiner Lage direkt am Alten Land ist Finkenwerder ein beliebtes Ausflugsziel oder Ausgangspunkt für Ausflüge in das Alte Land.

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Der Lotsenturm begrüßt die im Hafen einlaufenden Schiffe

Der Lotsenturm begrüßt die im Hafen einlaufenden Schiffe

Auf weniger als einen Quadratkilometer (0,9 km²) leben im Stadtteil Hamm-Mitte heute circa 10.000 Einwohner. Der Stadtteil erstreckt sich als schmaler Streifen zwischen der Hammer Landstraße im Norden und der Eiffestraße im Süden. Zwischen beiden Hauptverkehrsstraßen, die jeweils die Grenze zu Hamm-Nord bzw. Hamm-Süd bilden gibt es zahlreiche, zumeist kleinere, untergeodnete Querstraßen. Ein Stadtteilzentrum kann auf diese Weise nicht entstehen. In der Tat vermittelt das Quartier auch mehr den Charakter einer willkürlichen Verwaltungseinheit als den eines echten, gewachsenen Stadtteils. Im zweiten Weltkrieg wurde das heutige Hamm-Mitte nahezu vollständig zerstört, weshalb heute Baustrukturen aus den 1950er und 1960er Jahren (überwiegend Zeilen in rotem Backstein) dominieren.

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Beltgens Garten: Eine der zahlreichen Verbindungen zwischen Hammer Landstr. und Eiffestr.

Beltgens Garten: Eine der zahlreichen Verbindungen zwischen Hammer Landstr. und Eiffestr.

Hamm-Nord ist ein Stadtteil im kommen, gleichwohl besitzt er eine lange Tradition. Das holsteinische Bauerndorf Hamm wurde bereits 1256 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Der Stadtteil liegt auf einem Geestrücken, wird daher traditionell auch Ober-Hamm genannt und wird seit 1951 unabhängig von Hamm-Süd und Hamm-Mitte verwaltet. Heute leben in Hamm-Nord auf 1,8 km² etwa 21.000 Menschen. Hamm-Nord erstreckt sich zwischen der Bahnlinie Hamburg-Lübeck im Norden und der Hammer Landstraße im Süden. Die innenstadtnahe Lage, die gute Verkehrsanbindung und der vergleichsweise günstige Wohnraum machen den Stadtteil gerade bei jüngeren Bürgern immer beliebter. Im zweiten Weltkrieg wurde Hamm-Nord stark zerstört allerdings in seiner Struktur zumindest im Norden teilweise erhalten. Ansonsten dominieren in erster Linie Zeilenbauten in rotem oder ockerfarbenem Backstein das Bild des Stadtteils.

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Am Bahnhof Hasselbrook dominiert 20er-Jahre Backsteinbebauung

Am Bahnhof Hasselbrook dominiert 20er-Jahre Backsteinbebauung

Der Stadtteil Hamm-Süd erstreckt sich südlich der Eiffestraße entlang der beiden Straßenzüge Süder- und Wendenstraße. Wohnbebauung findet man vor allem entlang des nördlichen zweier Kanäle, die den Stadtteil von Ost nach West durchziehen. Ansonsten ist der Hamm-Süd durch Gewerbegebiete geprägt, die zum Teil recht heruntergekommen, nahezu brach gefallen wirken, zum größten Teil aber noch genutzt werden. Im Osten wird Hamm-Süd durch die Güterumgehungsbahn begrenzt und wird hier fast ausschließlich durch Kleingartensiedlungen genutzt. Hier haben sich zur Zeit der Wohnungsnot nach dem zweiten Weltkrieg informelle Siedlungen gebildet, von denen noch heute einige Häuser stehen.

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Südlich der Eiffestraße findet man Geschosswohnungsbau entlang der Kanäle

Südlich der Eiffestraße findet man Geschosswohnungsbau entlang der Kanäle

Auf 5,8 km²ist der Stadtteil Horn geprägt von alten Backsteingebäuden, zeilenförmigen Bebauungsstrukturen und vor allem von günstigem Wohnraum. Etwa 38.000 Menschen leben heute in Horn, das bereits seit dem 14. Jahrhundert zu Hamburg gehört und bis zum Groß-Hamburg-Gesetz von 1938 einen Teil der Außengrenze der Hansestadt bildete. Besonders in den 1920er und 1930er Jahren wurde hier intensiv hochverdichteter Geschosswohnungsbau ge-schaffen, der allerdings im zweiten Weltkrieg bereits wieder großflächig zerstört wurde. Nach dem Krieg entstanden im Stadtteil Horn vor allem typisch hamburgische Wiederaubaumaßnahmen in Form von Zeilenbebauung, überwiegend in rotem Backstein.

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Südlich der Eiffestraße findet man Geschosswohnungsbau entlang der Kanäle

Bebauung in Zeilenstrukturen an der Washingtonallee

Südöstlich der Innenstadt liegt Rothenburgsort, das seinen Namen von der Familie Rodenburg erhielt, der einst weite Teile des heutigen Stadtteils gehörten. So zählten weite Teile Rothenburgsorts bereits seit 1385 zum Hamburger Stadtgebiet. Der Norden des Stadtteils ist durch großmaßstäbliche Gewerbebetriebe und einen Rangieranlagen der Bahn geprägt.
Weiter südlich, zur Elbe hin, liegt ziemlich isoliert ein kleines Wohngebiet, das derzeit in einem Sanierungsverfahren aufgewertet werden soll. Insgesamt gut 8.000 Menschen leben in dem 7,6 km² großen Stadtteil. Von der S-Bahn-Station Rothenburgsort ist die Innenstadt Hamburgs schnell erreicht, allerdings liegt der S-Bahnhof ein gutes Stück vom Wohngebiet entfernt.

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Die Billwerder Bucht ist eine der vielen Wasserflächen im Stadtteil

Die Billwerder Bucht ist eine der vielen Wasserflächen im Stadtteil

Südlich der Elbe bildet Steinwerder den östlichen Teil des Hamburger Hafens auf einer Fläche von gut 10 km². Menschen leben hier heute im Prinzip nicht mehr, dafür ist der Stadtteil bereits seit den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Standort für Arbeitsplätze. Denn damals siedelten sich hier die ersten Werften an (bspw. 1877 Blohm & Voss).
Der Alte Elbtunnel ist ein altes, weithin über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus bekanntes, Vekehrsbauwerk. Genauso die Köhlbrandbrücke, die in Steinwerder den Köhlbrand überspannt und eine wichtige Güterverkehrstrasse im Hafengebiet ist. Sie ist die zweitlängste Straßenbrücke Europas und das Wahrzeichen Steinwerders.

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Die Köhlbrandbrücke überspannt den Stadtteil Steinwerder

Die Köhlbrandbrücke überspannt den Stadtteil Steinwerder

Veddel ist ein Arbeiterstadtteil, der überwiegend aus den Inseln Veddel und Peute besteht. Peute ist ausschließlich industriell geprägt (unter andem Standort der Norddeutschen Affinerie). Auf der Veddel liegt ein Wohnquartier, bestehend aus meist sechsgeschossigen Blockrand-bebauungen aus dunkelrotem Backstein, das von Verkehrsachsen eingeschnürt ist. Im Westen die Bahnstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Fernbahnhof Harburg inklusive einer S-Bahn-Station, im Osten die Autobahn 255 (Elbbrücken). Hinzu kommt die Zollabfertigung im Norden des Quartiers und die Autobahn 252 sowie die Harburger Chaussee (wichtiger Zubringer zum östlichen Hafengebiet) im Süden. Verkehrsumtost, weist Veddel mit einer Größe von 4,4 km² und ca. 5.000 Einwohnern eine eher problematische Sozialstruktur auf. Trotz der Nähe zur Innenstadt (nur zwei S-Bahn-Haltestellen vom Hauptbahnhof entfernt) besteht durch die Norderelbe doch eine harte naturräumliche Barriere.

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Blick über die Bahn zum Spreehafen hinüber

Blick über die Bahn zum Spreehafen hinüber

Bezirk Hamburg-Nord
Dulsberg, Eppendorf, Hoheluft Ost, Hohenfelde, Ohlsdorf, Uhlenhorst, Winterhude, > nach oben <

Zwischen Barmbek und Wandsbek gelegen, ist Dulsberg einer der kleineren Stadtteile Hamburgs. Auf 1,2 km² leben etwa 17.500 Menschen. Die Bebauungsstrukturen des Stadtteils sind vergleichsweise einheitlich. In dunkelrotem Backstein in den 1930er Jahren unter Fritz Schumacher errichtet, wurde der Stadtteil im zweiten Weltkrieg zwar stark zerstört aber nahezu vollständig wieder aufgebautt - galt er doch als vorbildlicher städtische Siedlungsform. Ein lebendiges Stadtteilzentrum wird man auf dem Dulsberg nicht finden können, dagegen bspw. mit dem Ring 2 (Nordschleswiger Straße) wichtige Verkehrsachsen. An den ÖPNV ist der Stadtteil über die Haltestellen Straßburger Straße, Alter Teichweg (beide U1) und Friedrichsberg (S1) angeschlossen.

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Charakteristischer dunkelroter Backstein im Stil der 20/30er Jahre

Charakteristischer dunkelroter Backstein im Stil der 20/30er Jahre

Die Eingemeindung des ehemaligen Vorortes Eppendorf (die erste Erwähnung datiert auf 1140 zurück, was Eppendorf zum ältesten Dorf Hamburgs macht) erfolgte im Jahr 1894. An der Mündung von Isebekkanal und Tarpenbek in die Alster gelegen, ist der Stadtteil ein sehr beliebter Wohnstandort der, überwiegend, gehobenen Klasse. 22.000 Einwohner bevölkern das 2,7 km² kleine Eppendorf, der im U-Bahn-Netz über den Umsteigepunkt Kellinghusenstraße (U1, U3) zu erreichen ist. Die Eppendorfer Landstraße ist das Stadtteilzentrum, das vor allem Wahren des gehobenen Bedarfs abdeckt. Das Bezirksamt Hamburg-Nord ist hier direkt um die Ecke.

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Das Holthusenbad, gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße

Das Holthusenbad, gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße

Mit 0,6 km² ist Hoheluft-Ost einer der kleinsten Hamburger Stadtteile. Die 9.000 Einwohner leben in einem in Bezug auf die Baustruktur sehr uneinheitlichen Gebiet: Terassenwohnungen am Falkenried, 50er Jahre Behelfsbauten an der Hoheluftchaussee und hochwertige Neubaugebiete (ehemaliges Straßenbahnbetriebsgelände).
Die Westgrenze des Stadtteil (und auch des Bezirks Hamburg-Nord zu Eimsbüttel) wird durch die sechsspurige Hoheluftchaussee gebildet, eine sehr stark frequentierte Radiale. Die heutige Metrobuslinie 5 (bis 1978 Straßenbahnlinie 22) verbindet Hoheluft-Ost auf dieser Radiale über die Universität und den Bahnhof Dammtor direkt mit der City und gehört mit täglich etwa 60.000 Fahrgästen zu den meistfrequentierten in Europa. Die U3 verkehrt an der Haltestelle Hoheluftchaussee an der Südwestgrenze des Stadtteils.
Hoheluft Ost gehörte früher zum Stadtteil Eppendorf und besitzt daher keine eigene Geschichte. Dies drückt sich auch in der Versorgungsstruktur aus. So besitzt der Stadtteil (wie auch sein Schwester-Stadtteil Hoheluft West) keine Zentrum im eigentlichen Sinne. Versorgungs- und Dienstleistungsfunktionen reihen sich vielmehr entlang der bereits mehrfach genannten Magistrale Hoheluftchaussee auf.

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Gentrifizierung in Hoheluft-Ost: Die Falkenried-Terassen und ihr Umfeld

Gentrifizierung in Hoheluft-Ost: Die Falkenried-Terassen und ihr Umfeld

Ein sozial äußerst vielschichtiger Stadtteil ist das kleine Hohenfelde, das direkt an der Alster zwischen St. Georg und Uhlenhorst liegt. Auf der geringen Fläche, die nur unwesentlich größer ist als 1 km², leben etwa 10.000 Menschen. Altbau findet sich im Stadtteil nahezu ausschließlich entlang der Uhlandstraße, während ansonsten mehrgeschossige, einfache Wohnbebauung dominiert. Trotz seiner nicht immer ansprechenden Baustrukturen und der starken Zerschneidung durch übergeordnete Hauptverkehrsstraßen ist Hohenfelde aufgrund seiner Alsternähe ein beliebtes Wohnquartier.

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Der Kuhmühlenteich in Hohenfelde unweit der Außenalster

Der Kuhmühlenteich in Hohenfelde unweit der Außenalster

Der städtische Hauptfriedhof, der 1877 angelegt und seitdem immer wieder erweitert wurde, dominiert der Stadtteil Ohlsdorf. Ein Stadtteilzentrum gibt es daher eher nicht, dafür aber einen Verkehrsknotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr: Die Umsteigestation Ohlsdorf (U1 und S1) wird stark frequentiert. Hier werden auch die S-Bahn-Züge zum Flughafen ab- bzw. angekoppelt. 14.000 Menschen bevölkern den 7,2 km² großen Stadtteil, der Hauptfriedhof beansprucht allerdings mehr als die Hälfte der Fläche. Ohlsdorf ist vergleichsweise grün und idyllisch, in weiten Teilen jedoch auch weniger gut erschlossen und die Friedhofanlagen bilden in Richtung Osten eine starke räumliche Barriere im Stadtgefüge.

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Haupteingang zum großen Ohlsdorfer Friedhof

Haupteingang zum großen Ohlsdorfer Friedhof

Am östlichen Alsterufer, zwischen Eilbekkanal bzw. Wandse im Süden sowie dem Alsterarm Langer Zug im Norden, gelegen, zeichnet sich Uhlenhorst (niederdeutsch für Eulennest) durch seine Exklusivität aus. Entlang der Alster und vor allem rund um den Feenteich im Norden des Stadtteils dominieren schmucke Stadtvillen das Bild. Weiter nach Osten nimmt das Preisniveau Uhlenhorsts nur langsam ab. Rund um den Hofweg, dessen Umgebung überwiegend gründerzeitlich bebaut ist, gibt es viele gute und teilweise teuere kleine Geschäfte und Lokale sowie einige kulturelle Angebote. Erst zum Winterhuder Weg hin wird das Preisniveau erschwinglicher. Prägend für Uhlenhorst ist neben der Bebauung auch das Wasser: Zusätzlich zur Alster verlaufen auch der Hofweg- und der Osterbekkanal sowie der Mundsburger Kanal durch den Stadtteil.

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An der Mundsburger Brücke befindet sich der Eingang zum Hofweg

An der Mundsburger Brücke befindet sich der Eingang zum Hofweg

Der Stadtpark, die City Nord, das Planetarium, die Jarrestadt, Kampnagel - all das gehört zum 7,6 km² großen Stadtteil Winterhude. Im Jahr 1250 als Bauerndorf erstmals urkundlich erwähnt, leben hier heute etwa 48.500 Menschen. Die Erschließung des Stadtteils begann erst im 19. Jahrhundert und wurde durch eine regelmäßige Fährverbindung zum Jungfernstieg sowie die Ansiedlung der Fabrik Nagel & Kaemp wesentlich angetrieben. Heute befindet sich das Kulturzentrum Kampnagel in den alten Fabrikhallen.
Die Jarrestadt ist ein städtebauliches Highlight in Winterhude. Sie wurde 1920 unter Leitung des damaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher und nach Plänen des Architekten Karl Schneider errichtet. Die einheitliche Errichtung von vier- bis sechsgeschossigen Wohngebäuden und durchzogen von Grünflächen waren damals äußerst modern und wegweisend.
Ebenfalls sehenswert ist die in den 1950er Jahren entstandene City Nord, einer Bürostadt im Grünen. Das zu Winterhude gehörende Büroviertel wurde nach den Grundsätzen der Funktionstrennung sowie der autogerechten Stadt geplant. Die Bestrebungen das Viertel unter Denkmalschutz zu stellen, wurden 2006 vorerst zurückgestellt.

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Backsteinbebauung aus den 1920er Jahren am Winterhuder Markt

Backsteinbebauung aus den 1920er Jahren am Winterhuder Markt

Das ehemalige HEW-Hochhaus in der City-Nord, die zu Winterhude gehört

Das ehemalige HEW-Hochhaus in der City-Nord, die zu Winterhude gehört

Bezirk Hamburg-Wandsbek
Bramfeld, Eilbek, Marienthal, Poppenbüttel, Wandsbek > nach oben <

Der heute verstädterte Stadtteil Bramfeld ist ein ehemaliges Dorf im Nordosten Hamburgs. Vom ehemaligen Dorfcharakter ist heute jedoch nicht mehr viel zu spüren, das liegt zum einen an den großflächigen Gewerbebetrieben (insbesondere der OTTO-Konzern) im Stadtteil und zum anderen an mehreren großen Verkehrsachsen, wie dem Ring 2 oder der Bramfelder Chaussee. Das Stadtteilzentrum am Bramfeld Dorfplatz hat lange Zeit nur sehr wenig Kaufkraft binden können, ein 2011 neu eröffnetes Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe wird diesen Zustand voraussichtlich aber kurzfristig ändern. Ansonsten dient der Stadtteil überwiegend dem Wohnen und wirkt architektonisch äußerst ungeordnete, da sich geschlossene und offene Bauweisen stetig abwechseln und die Geschossezahlen sehr uneinheitlich sind.

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Das Anfang 2011 eröffnete Einkaufzentrum am Bramfeld Dorfplatz

Das Anfang 2011 eröffnete Einkaufzentrum am Bramfeld Dorfplatz

Im Südwestzipfel des Bezirkes Wandsbek gelegen ist Eilbek mit etwa 20.000 Einwohnern auf 1,7 km² ein sehr sicht besiedelter Stadtteil. Lebensader und gleichzeitig räumliche Barierre ist die sechsspurige Wandsbeker Chaussee, die den Stadtteil von Ost nach West in zwei Hälften teilt. In der Nordhälfte dominieren Stadthäuser und -villen das Straßenbild. Sie sind meist zwei- bis dreigeschossig und insbesondere an der Grenze zu Barmbek-Süd (direkt an der Wandse - ein Nebenfluss der Alster) teils prachtvoll gestaltet.
Der an Hamm-Nord grenzende Teil Eilbeks dagegen ist geprägt durch vergleichsweise typische Bebauung in rotem Backstein. Diese bilden jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Stadtteilen Blockränder aus, weshalb Eilbek ein vergleichsweise urbaner Stadtteil Hamburgs, insbesondere östlich der Alster, ist. Abseits der Wandsbeker Chauseee fehlen allerdings Einzelhandel und ähnliche Funktionen nahezu vollständig.

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Stadtvillen an der verschneiten Eilenau südlich des Eilbekkanals

Stadtvillen an der verschneiten Eilenau südlich des Eilbekkanals

Der Stadtteil Marienthal ist überwiegend von einer vergleichsweise geringen Dichte gepräg, in dem Einfamilienhäuser und Stadtvillen dominieren. Unmittelbar südlich des Wandbeker Gehölzes gelegen, bieten sich verschiedene Freizeitaktivitäten. Früher gab es ein Schloss der lange Zeit dänischen Herrscher. Auch das Zentrum des ehemaligen Dorfes Wandsbek liegt auf dem Gebiet des heutigen Marienthals. Die Villenbebauung und der Name des Stadtteils stammen von von einem Grundstücksspekulaten, der im 19. Jahrhundert das Schloss abreißen ließ und das neue Quartier nach seiner Frau benannte. Marienthal ist auch aufgrund seiner geringen Dichte nicht an das Schnellbahnnetz Hamburgs angeschlossen.

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In Marienthal finden sich noch viele schöne Stadtvillen

In Marienthal finden sich noch viele schöne Stadtvillen

Durch Poppenbüttel verläuft die Alster und an ihr entlang im naturnah gestalteten Umfeld bietet der Alsterwanderweg sich für Spaziergänge und Radtouren an. Viele Bereiche des oberen Alsterlaufs im 8,2km² großen Stadttel sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, weshalb Poppenbüttel viele Freizeitqualitäten zu bieten hat. Am zentral gelegenen S-Bahnhof (Endstation der Linie S1) liegt eines der größten Einkaufszentren Hamburgs (Alster-EKZ). Viele der insgesamt 22.000 Einwohner leben in Ein- und Zwei-Familien- sowie Reihenhäusern, die den Stadtteil prägen. Geschosswohnungsbau findet sich dennoch mancherorts. So wirkt Poppenbüttel häfig wie ein wohlhabender Vorort als wie ein Stadtteil der Metropole.

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Der Alterwanderweg ist einer der schönsten naturnahen Freiräume der Stadt

Der Alterwanderweg ist einer der schönsten naturnahen Freiräume der Stadt

Wichtigste Naturräumliche Begebenheit und Namensgeber des Stadtteils ist die Wandse, die sich von Nord-Ost nach Süd-West durch den Stadtteil schlängelt und später über den Eilbekkanal in die Alster fließt. Aber der 6 km² große Stadtteil (32.000 Einwohner) hat mehr zu bieten. Beispielsweise den Wandsbeker Markt, der neben einer der wichtigsten Verknüpfungsanlagen zwischen Schellbahn (U1) und Bus auch das Wandsbeker Quaree bietet. Das erst kürzlich renovierte und erweiterte Einkaufszentrum bildet das Herz des Bezirkszentrums. Die Wandsbeker Chaussee bzw. Wandsbeker Marktstraße und der Ring 2 dagegen, die am Quaree entlang führen und sich am Wandsbeker Markt kreuzen (eine sechsspurige Ein- und Ausfallstraße und die wichtigste Ringstraße Hamburgs) nimmt dem Stadtteilzentrum allerdings einen Großteil seiner Aufenthaltsqualität.

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Das Amtsgericht Wandsbek, ist eines von wenigen Altbauten des Stadtteils

Das Amtsgericht Wandsbek, ist eines von wenigen Altbauten des Stadtteils

Interessante Links:

von Jens Bossen
Stand: 2010

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