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Stadtportrait Budapest (Ungarn)
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Einwohnerzahl: ca. 1.7 Mio Fläche: 525 km² Einwohnerdichte: 3.301 EW ⁄ km² Verwaltung: 23 Stadtbezirke Lage: Budapest liegt an der Donau und zwar exakt dort, wo sie das ungarische Mittelgebirge verlässt. Aufgrund der geotektonischen Lage ist vor allem Buda (Budapest entstand aus den zwei Städten Buda und Pest) reich an Thermalquellen. |
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Politik: Budapest ist die Hauptstadt und Sitz der Regierung sowie gleichzeitig die größte Stadt der Republik Ungarn. Regierender Oberbürgermeister ist seit 2010 István Tarlós von der umstrittenen FIDESZ-Partei. Verkehrssystem: Das historisch geprägte Straßennetz der ungarischen Metropole ist durch breite Radial- und Ringstraßen gekennzeichnet, während die sich dazwischen erstreckenden Gassen heute lediglich dem Einbahnstraßenverkehr genügen. Die Eisenbahntrassen enden in drei Kopfbahnhöfen, nämlich
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Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Gellértberg, Budaer Burgberg und -viertel, Parlamentsgebäude, Kettenbrücke, Váci utca, Vörösmarty tér, St.-Stephans-Basilika, Nyugati und Keleti pályaudvar, Staatsoper, Heldenplatz, Vajdahunyad-Burg Abriss der Stadtgeschichte: Die früheste Stadtgeschichte geht zurück bis auf das Jahr 96 v. Chr. als an der Stelle des heutigen Budapests an der Donau (der Außengrenze des römischen Reiches) ein Militärlager sowie später eine befestigte Siedlung entstanden ist. |
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Auf der Budaer Seite der Donau erhebt sich unmittelbar am Flussufer der Burgberg, der in vielerlei Hinsicht einen Besuch lohnt. Im Burgviertel sind herrliche alte Gassen und Platzanlagen zu finden. Darüber hinaus bietet sich insbesondere von der Fischerbastei ein guter Blick über die Pester Seite der Stadt. Auch auf das weniger dicht besiedelte Buda kann man vom Burgviertel aus sehr schön schauen. Die Burg selbst ist natürlich ebenfalls einen Abstecher wert, auch wenn hier leider viele Wege doppelt gelaufen werden müssen. Den Burgberg erreicht man am besten per Standseilbahn. |
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Ebenfalls auf der Budaer Donauseite erhebt sich der Gellertberg, der den Burgberg noch um einige Meter überragt. Auf dem Gellertberg findet an das Budapester Freiheitsdenkmal und einige schöne Wanderwege. Eine Buslinie verkehrt ab Móricz Zsigmond körtér zur Spitze des Berges. Von hier hat man nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die Donau und das Pester Ufer hinab, sondern ebenfalls zur Burg und der Budaer Stadtseite. |
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Die Fischerbastei, die auf Ungarisch Halászbástya heißt, wurde in den Jahren 1895 bis 1902 vom ungarischen Baumeister Frigyes Schulek errichtet. Die Bastei ist ein Kunstbauwerk, das keinerlei Verteidigungszwecken diente und wurde zu Ehren der Fischergilde gebaut, die in früheren Zeiten den dortigen Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen hatte. Der Blick über Donau und Pest ist absolut lohnenswert allerdings bei jedem Budapest-Touristen ein Must-See und somit gerade im Sommer sehr überfüllt. |
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Ein eben solches Must-See ist das ungarische Parlament, das direkt am Pester Donauufer steht. Somit bieten sich sowohl vom Gellert- als auch vom Burgberg schöne Blicke auf das mit 268 Metern breite zu den größten Gebäuden der Welt gehörende Parlamentsgebäude. Das Bauwerk wurde an das Londoner Palace of Westminster (Sitz des britischen Parlaments) angelehnt. Das ungarische Parlament ist für EU-Bürger auch zu besichtigen. |
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Rund um den achteckigen, vom Verkehr stark belasteten Platz Oktogon finden sich enge Gassen, die von hübschen, gründerzeitlichen Stadthäusern gesäumt werden. Während in einigen Vierteln starker Sanierungsbedarf zu konstatieren ist, sind andere Straßenzüge saniert und erstrahlen in frischem Glanz, häufig in Grau- und Ockertönen. Viele der Gassen und vor allem breitere Straßen sind als Alleen ausgebildet. Ein ausgiebiger Bummel lohnt sich, zumal man auf eine Vielzahl kleiner Lädchen und Imbisse trifft, die leckere ungarische Spezialitäten bereithalten. Testen lohnt sich! |
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Der Sanierungsbedarf ist hier deutlich zu erkennen. Allerdings sieht man auch, dass in und an den Blöcken auch mit anderen, härteren Methoden gearbeitet wird. Die Strukturen werden allerdings auch bei Abrissmaßnahmen nicht gänzlich neu geordnet, sondern die Blockstrukturen bleiben erhalten. Wie auf dem zweiten Bild zu erkennen ist, werden Neubauten, die sich zum Teil durch phantasievolle wie ansprechende Architektur auszeichnet, in die historischen Strukturen eingepasst. |
Abbruch eines Blockrandes und Neubau an der Blaha Lujza tér |
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In der sonstigen Stadt- und Baustruktur ungewöhnlich wirkt dieses massive, große Backsteingebäude am Deák Ferenc Tér. Es ist Wohn- und Geschäftshaus gleichermaßen. Am Deák Ferenc Tér treffen sich alle drei Metrolinien und der Verkehr bahnt sich auf drei Spuren je Richtung den Weg. Verkehrstechnisch derart günstig gelegen ist der Deák Ferenc Tér ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Pester Innenstadt und ihrer Ladenstraßen. |
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Ein ganz besonderes Highlight ist die Budapester Metro, deren Linie 1 (gelbe Linie zwischen Vörösmarty tér und Mexikói út) bereits 1896 eröffnet wurde und somit die älteste U-Bahn Festland-Europas ist. Das Foto zeigt die historische Station Oktogon. Die Bahnsteige sind noch immer sehr kurz und die Züge entsprechend auch. Allerdings wird eine derart dichte Taktfolge gefahren, dass es nur zu den Spitzenstunden im Berufsverkehr knackig voll wird. Das Metronetz besteht aus folgenden Linien
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Ein für heutige europäische Städte eher ungewöhnliches Bild bieten die O-Busse, die zum Teil noch in der Stadt verkehren. Erstmals eingeführt wurde das System in Budapest im Jahr 1929 auf der ehemaligen Straßenbahnlinie 10. Heute verkehren insgesamt noch 14 solcher Busse in der Stadt. |
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Ein zur Ergänzung der Metro ungemein wichtiges Verkehrsmittel ist die Budapester Straßenbahn, die die Feinerschließungs- und Zubringerfunktion im Netz übernimmt. Die Straßenbahn verkehrt auf insgesamt 33 Linien, wobei sich viele von ihnen auf großen Teilen des Netzes überlagern. Die Straßenbahn ist in Budapest allerdings auch ein eher langsames Verkehrsmittel, weshalb die Metro für Budapest unverzichtbar ist. |
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Der Keleti pályaudvar zeugt, wie auch die zwei anderen großen Bahnhöfe Budapests, von großartiger Bahnhofarchitektur. Die weiten, aus Stahl konstruierten Hallen bieten einen Blick ins Zeitalter der ungarischen Industrialisierung, ihrer Entstehungszeit. Die Eisenbahntrassen in Ungarn befinden sich insgesamt jedoch in keinem besonders gutem Zustand, die bereits angesprochene transeuropäische Trasse wird jedoch zumindest in Richtung Wien / München / Paris Abhilfe schaffen. |
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Bekannt ist Budapest auch für seine Brücken. Die älteste noch erhaltene Donaubrücke ist die Kettenbrücke (ungarisch Széchenyi Lánchíd) aus dem 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Brücke war damit die erste feste Donauquerung auf ungarischem Boden. |
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Im Kreisverkehr des Clark Ádám tér vor der Brücke Széchenyi lánchíd kommt der Verkehr regelmäßig zum erliegen. Auf den Kreisverkehr treffen neben einem Tunnel, der den Burgberg ins Herz Budas unterfährt, die Uferstraßen entlang der westlichen Donauseite auf den Kreisverkehr. Zwei weniger bedeutsame Straßen kreuzen unmittelbar westlich des Kreisverkehrs. Dass es hier in den Spitzenstunden zum Verkehrsinfarkt kommt ist also nicht weiter verwunderlich. |
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Ein weiteres Highlight Budapests sind die Donauinseln, die überwiegend als Parkanlagen gestaltet sind. Auf dem Foto sieht man eine japanisch gestaltete Gartenanlage und einen Schildkrötenteich auf der Margitsziget (Magaretheninsel). |
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von Jens Bossen |