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Stadtportrait Århus (Dänemark)
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Einwohnerzahl: ca. 240.000 Fläche: 92 km² Einwohnerdichte: 2610 EW ⁄ km² Verwaltung: Der Großraum Århus wurde 1970 zur Århus Kommune zusammengefasst und wird heute in 24 Stadtteile und Landgemeinden eingeteilt. Lage: Die Stadt liegt auf dem dänischen Festland in der Region Midtjylland. Århus verfügt über einen Seehafen an der Århus Bugt, die zur dänischen Ostsee gehört. |
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Politik: Århus ist die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Die Stadt ist Regierungssitz der gleichnamigen Kommune, die insgesamt knapp 280 km² umfasst. Der regierende Bürgermeister ist Nicolai Wammen (Socialdemokraterne). Verkehrssystem: Die einzige Nord-Süd-Autobahn Dänemarks führt unmittelbar westlich an der Stadt (drei Abfahrten) vorbei. Mehrere gut ausgebaute Landstraßen binden das Umland, sowie andere größere Städte Midtjyllands an Århus an. Für den Schienenverkehr ist Århus ein wichtiger Knotenpunkt auf dem dänischen Festland. Die Hauptstrecke von Skagen über Ålborg nach København führt über Århus. Allerdings muss die überwiegende Zahl der Züge in Århus wenden, da nur die Strecke nach Grenaa nach Osten weiter führt. Für alle anderen Strecken ist der Bahnhof ein Sackbahnhof. Der innerstädtische Verkehr wird, nachdem die Straßenbahn (Sporvej) 1971 stillgelegt wurde, ausschließlich durch Busse bedient. Die (Wieder-)Einführung einer Stadtbahn wird seit einiger Zeit allerdings diskutiert. |
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Wichtigste Sehenswürdigkeiten: Den Gamle By, Domkirke, Marienkirke, Åboulevard, Historisches Ensemble Stor of lille Torg. Abriss der Stadtgeschichte: Die heutige Stadt war bereits zu Wikingerzeiten besiedelt und eine der ersten Städte auf dänischem Gebiet, die urkundlich erwähnt werden. Bereits im Jahr 948 wurde Århus Bischofssitz. Die Folgezeit ist geprägt durch verschiedene Angriffe auf die Stadt. Die Stadtmauern wurden im Jahr 1477 geschleift und neue repräsentative Bauten entstanden. Im 16. und 17. Jahrhundert war Århus eine regional bedeutsame Stadt des Seehandels im damaligen dänischen Staatsgebiet allerdings deutlich unbedeutender als Städte wie Kopenhagen, Flensburg oder Altona. Im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs die Stadt schnell und wurde zur Großstadt. 1928 erhielt sie die zweite Universität Dänemarks überhaupt und ist noch heute ein wichtiger Hochschulstandort mit über 30.000 Studenten. |
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In den Innenstadtgassen findet man immer wieder Überbleibsel aus dem späten Mittelalter, wie diesen gotischen Treppengiebel. Direkt nebenan steht ein Neubau mit einem recht großen Anteil Glasflächen in der Fassade. Dennoch wirkt der Neubau in den Bestand eingepasst und schlüssig. Der Charakter wird in großen Teilen bewahrt. |
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In den häufig zweigeschossigen Altbauten in der Innenstadt sind heute attraktive Nutzungen angesiedelt. Neben kleinen Butiken und Fein-Handwerkern finden sich hier Restaurants, Bars, Kneipen und Cafes. Das urbane Flair macht die Stadt nicht nur abends attraktiv, denn auch tagsüber wimmelt, wie hier in der Frederiksgade, das Leben. Unbedingt mal vorbeischauen. |
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Ein absolutes städtebauliches Highlight ist die mittelalterliche Stadtstruktur rund um Stor Torg und Lille Torg (großer und kleiner Platz). Diese Struktur der aufeinander folgenden Plätze mit repräsentativen Bauten (u.a. die Domkirke) findet sich in vielen skandinavischen Städten. Das nebenstehende Foto ist der Blick vom Portal der Domkirke den Stor Torg hinunter zum Lille Torg. |
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Der nebenstehende Schwarzplan soll die Struktur noch einmal verdeutlichen. Gut zu erkennen ist das abwechselnde Spiel zwischen engen und sich öffnenden Räumen. In der mittelalterlichen Stadt spielte sich auf diesen zwei Plätzen der Großteil des städtischen Lebens ab. Beeindruckend in der Blick vom Lille Torg, wenn sich die Bebauung öffnet und die Domkirke am Ende des Stor Torgs zum Vorschein kommt. |
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Aber auch moderne, attraktive Strukturen finden sich in Århus. Hier sieht man den Åboulevard, der abfallend zum Wasser des Århus Å eine Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität. Meanderförmige Stufen bilden wasserbezogene Sitzmöglichkeiten. In der angrenzenden Bebauung befinden sich gastronomische Nutzungen sowie Einzelhandel. |
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Ein Büroneubau in der Vester Allee. Die Architektur möchte bitte jeder Planer selbst beurteilen. Im Gesamtbild der Stadt jedenfalls stören die wenigen vorhandenen Gebäude dieses Stils nicht. |
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Diese Wohnbebauung ist in die hoch verdichte Altstadt eingepasst. Die städtebaulichen Strukturen werden bei allen Projekten dieser Art im Großen und Ganzen erhalten. Das partielle Entfernen historische Bausubstanz wird sinnvoll durch Neubauten ausgeglichen, woraus ein abwechslungsreiches Stadtbild entsteht, das viele Epochen von Baustilen vereint. |
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Um beim Erhalt der hochverdichteten Strukturen (im Innenstadtbereich ausschließlich Blockrandbebauung) die Erschließung und somit auch den motorisierten Individualverkehr nicht zu beeinträchtigen, werden schon mal Straßen in lichten Höhen unter Wohn- und Bürogebäuden geführt. |
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Interessante Links: |
von Jens Bossen |